Alko-Lenker flüchtete

Blutspuren auf Wrack ließen Schlimmes befürchten

Ein Alkolenker hat Sonntagfrüh nach einem Unfall im oberösterreichischen Maria Neustift sein Auto auf der Beifahrerseite liegend am Straßenrand zurückgelassen. Blutspuren boten den Einsatzkräften Anlass zu Sorge. Nachdem festgestanden war, dass der Lenker in Sicherheit war, war unklar, ob es Beifahrer gab: Der Betrunkene war sich nicht sicher.

Mit 1,38 Promille im Blut setzte sich ein Einheimischer (25) Sonntagfrüh ans Steuer seines Autos. Auf der Großraming Landesstraße (L557) kam er plötzlich rechts aufs Bankett und fuhr auf eine Leitschiene auf. Der Wagen überschlug und drehte sich, blieb dann entgegen der Fahrtrichtung auf der Beifahrerseite am Straßenrand liegen. Gegen 5.45 Uhr fiel einem nachkommenden Lenker das Fahrzeug auf, er alarmierte die Einsatzkräfte. Im Wrack waren keine Menschen mehr, doch am Fahrersitz und an der Karosserie waren Blutspuren feststellbar.

Wusste nicht mehr, ob Beifahrer dabei war
Doch kurz nachdem eine Suchaktion gestartet worden war, meldeten Zeugen, dass sich der verletzte Fahrer etwa 600 Meter entfernt auf einem Bauernhof aufhielt, wo er Hilfe gesucht hatte. Der Betrunkene war sich aber nicht sicher, ob bei ihm noch jemand mitgefahren war. „Wir haben mit einer Wärmebildkamera die Sitze und Gurte überprüft. Es konnte dann ausgeschlossen werden, dass noch wer im Auto saß“, sagt Martin Scharrer, Kommandant der FF Maria Neustift. Auch das Verletzungsmuster des Lenkers passte zu den Unfallspuren. Er wurde ins Klinikum Steyr eingeliefert.

Gleich zwei Autobergungen musste Samstagnacht die FF Ranshofen durchführen. Ein Lenker war am Dach liegend in einem Feld gelandet, einer anderer rückwärts in die Enknach gerollt: unverletzt.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Mittwoch, 01. Dezember 2021
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