15.11.2021 10:00 |

In Wiener Neustadt

Pandemie reißt Millionen-Loch in die Budgetpläne

Die Mehrausgaben der Corona-Pandemie haben naturgemäß auch am Sparstrumpf im Wiener Neustädter Rathaus geknabbert, ebenso eine Darlehensrückzahlung. Daher weist der Budgetentwurf fürs kommende Jahr noch ein 10-Millionen-Euro-Defizit aus. Ab 2023 soll jedoch mit einer schwarzen Null bilanziert werden.

Budget-Sanierung und Corona, da kann einem finanziell schon einmal die Luft ausgehen. Insofern sieht man sich in Wiener Neustadt mit einem blauen Auge davongekommen: Man wirtschafte sparsam, so das Creder von Finanzstadtrat Christian Stocker. Dem stimmt ÖVP-Stadtchef Klaus Schneeberger zu: „Die Budgetsanierung seit 2015 hat es möglich gemacht, dass wir die Coronakrise finanziell und budgetär bewerkstelligen können.“ Das alles ohne die Bürger groß zur Kassa zur bitten. SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger freut sich, dass „es bei den Gebühren wie Müll lediglich zu Indexanpassungen kommt“.

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Die Einnahmenseite des Voranschlages ist trotz der Pandemie positiv. Bei den Ausgaben sind wir weiterhin sehr sparsam.

Christian Stocker, Finanzstadtrat (ÖVP)

In den Bereichen Klima und Nachhaltigkeit, Bildung und Familien sowie Kultur und Tourismus werden bewusst Budget-Schwerpunkte gesetzt. So sind bis 2026 für Baumpflanzungen, öffentlichen Verkehr, Radwegebau oder die Umgestaltung des Stadtparks rund 4,5 Millionen Euro eingeplant. Für Infrastruktur sollen in den nächsten vier Jahren 35 Millionen Euro ausgegeben werden. Neue Schulden wird es nur zur Schaffung von Vermögenswerten wie den Bildungs-Campus am ehemaligen Leiner-Areal. Bis 2026 soll damit der Schuldenstand von 187 (Stand 2015) auf 94 Millionen Euro halbiert werden. Am 13. Dezember wird das Budget dem Gemeinderat vorgelegt.

Bettina Kreuter, Kronen Zeitung

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Niederösterreich-Krone
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