15.12.2004 20:11 |

Treibhauseffekt

2004 war viertwärmstes Jahr seit 1861

Das fast abgelaufene Jahr war das vierwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1861 und liegt direkt hinter dem Hitzejahr 2003. Das teilte die Weltwetterorganisation (WMO) am Mittwoch in Genf mit. Die durchschnittliche Land- Oberflächentemperatur lag 0,44 Grad über dem jährlichen Mittel zwischen 1961 bis 1990, das 14 Grad betrug. 2003 gab es ein Plus von 0,49 Grad. Das wärmste Jahr bleibt danach 1998 mit einem Plus von 0,54 Grad.
Weltweit gesehen lag die berechnete Land-Oberflächentemperaturin diesem Oktober auf Rekordhöhe. Im 20. Jahrhundert hatsich die Landoberfläche nach WMO-Angaben um mehr als 0,6Grad erhöht. Seit 1976 ist dieser Erwärmungseffekt runddrei Mal schneller als für die vergangenen 100 Jahre insgesamt.
 
Treibhauseffekt als Ursache
Es sei nun weitgehend akzeptiert, dass diese Erwärmungauf den so genannten Treibhauseffekt zurückgehe, sagte einWMO-Experte dazu in Genf. Er entsteht durch den Ausstoßverschiedenster Stoffe und Gase, die Wärme in der Atmosphärehalten. Haupttreibhausgas ist Kohlendioxid (CO2), das etwa durchdie Verbrennung von Benzin oder Kohle entsteht.
 
Ozonloch ist geschrumpft
Die WMO hat auch festgestellt, dass es seit 1995zu einer deutlichen Zunahme der jährlichen Tropenstürmeüber dem Atlantik gekommen ist. Im August gab es acht solcherStürme, was ebenfalls einen Rekord darstellte. Dagegen wardas so genannte Ozonloch über der Antarktis in diesem Septemberum 13 Prozent kleiner als im Durchschnitt von 1973 bis 2003 undsomit das kleinste innerhalb eines Jahrzehnts.
Samstag, 19. Juni 2021
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