09.11.2021 11:00 |

Millionen-Schaden

Fake-Kredite beschäftigen die Staatsanwaltschaft

Die Causa rund um die erfundenen Kredite bei der Hypo Salzburg dürfte wohl noch länger Gesprächsthema bleiben: Nach wie vor wartet die Staatsanwaltschaft Salzburg auf eine Sachverhaltsdarstellung, die von Seiten der Bank bereits angekündigt wurde. Das Geldinstitut hüllt sich währendessen in tiefes Schweigen.

Die Vorwürfe wiegen weiterhin schwer: Eine Ex-Mitarbeiterin der Hypo Salzburg soll seit 2017 Kreditnehmer frei erfunden haben. Wie bereits Anfang September berichtet, hat die Frau so stolze drei Millionen Euro „erwirtschaftet“ – die Kreditbeträge der fiktiven Kunden dürften schlichtweg in ihre Tasche geflossen sein. Die Ex-Angestellte einer Flachgauer Filiale wurde bereits angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Salzburg konnte dem Fall allerdings noch nicht nachgehen.

„Wir warten derzeit auf das Einlangen der angekündigten Sachverhaltsdarstellung der Bank, um diese auf einen Anfangsverdacht hin zu prüfen“, lässt Staatsanwältin Elena Haslinger wissen. Heißt: Noch wird gegen die Frau nicht ermittelt. Bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLBOÖ) hält man sich indes bedeckt - die Hypo Salzburg fusionierte mit dem Geldinstitut Anfang September. Nur so viel: Man habe den Vorfall erst intern aufarbeiten müssen, bevor man den Fall zur Anzeige bringen konnte.

Bank schweigt nun zu dem Kredit-Skandal
Ob neben der ehemaligen Mitarbeiterin weitere Personen aus dem beruflichen oder persönlichen Umfeld der Frau angezeigt wurden, lässt die RLBOÖ offen. „Es ist ein juristischer Fall, der bei Gericht liegt“, heißt es auf Nachfrage.

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