Mo, 25. Juni 2018

Acht Frauen getötet

05.04.2011 14:50

Auf Long Island geht Angst vor Serienmörder um

Rätselhafte Mordserie im US-Staat New York: Am Montag sind bei Aufräumarbeiten an einem Strand von Long Island drei Frauenleichen entdeckt worden. Bereits im Dezember letzten Jahres wurden auf der Insel vier Tote aufgefunden, vergangene Woche wurde eine weitere Leiche entdeckt. Die Zahl der Toten - vermutlich allesamt Prostituierte, die ihre Dienste im Internet anboten - stieg damit auf acht. In der Bevölkerung geht die Angst vor einem Serienmörder um, US-Medien sprechen bereits von einem neuen "Jack the Ripper".

Die grausigen Funde begannen im Dezember, als die New Yorker Polizei in der Region Suffolk County nach der 24-jährigen Shannan Gilbert suchte, einer Prostituierten, die ihre Dienste auf der Website "Craigslist" anbot und die seit Mai vermisst wird.

Frauenleichen in Leinensäcke gehüllt
Wie die "New York Times" berichtet, stießen die Ermittler dabei auf vier in Leinensäcke gehüllte Frauenleichen, die allesamt in dichten Büschen in unmittelbarer Nähe eines Highways abgelegt worden waren. Gilbert befand sich damals allerdings nicht unter den Opfern. Den ganzen Winter über wurde daraufhin weiter gesucht, vergangenen Dienstag fanden die Ermittler einen fünften Leichnam. Die vier bisher identifizierten Opfer waren weiß, 22, 24, 25 und 27 Jahre alt und verschwanden im Juni, Juli und September 2010. Berichten der "New York Times" zufolge wurden die jüngst entdeckten Opfer noch nicht identifiziert. Über deren Zustand und den geschätzten Zeitpunkt der Morde gab die Polizei keine Informationen heraus.

Unterdessen bangt die Familie von Shannan Gilbert weiter um ihre Angehörige. Per DNA-Abgleich soll "möglichst schnell" festgestellt werden, ob ihre Leiche unter den am Montag gefundenen ist, berichtete CNN. Ihre Schwester äußerte sich besorgt: "Wir hoffen und beten nur, dass sie es nicht ist."

"Wahnsinniger unter dem Radar der Polizei"
Am Dienstag ging die Suche mit Dutzenden von Helfern und Spürhunden in der Gegend weiter. Spätestens im Mai füllen sich die Strände auf Long Island, wenn Millionen von New Yorkern nach einer Erfrischung im Atlantik verlangen.

Über einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Funden und denen im Dezember wollte die Polizei noch keine offiziellen Angaben machen. Laut "Wall Street Journal" vermuten die Ermittler aber mittlerweile, dass es sich um die Taten eines Serienmörders handeln könnte.

Auch die "New York Post" geht davon aus, dass ein "Wahnsinniger unter dem Radar der Polizei" die Mordtaten verübt hat. Sollte das der Fall sein, wäre das die grausigste Mordserie auf Long Island seit Anfang 1990, als Joel Rifkin dort sein Unwesen trieb. Rifkin wurde 1994 wegen neunfachen Mordes verurteilt, wobei er im Verdacht stand, acht weitere Frauen getötet zu haben - was ihm aber nicht nachgewiesen werden konnte, so das "Wall Street Journal".

Sommerparadies von New Yorks Geldadel
Auf der langgestreckten Insel vor Manhattan haben viele der Reichen und Schönen New York ihre Ferien-Villen. Eine gute Stunde im Auto von der Fundstelle entfernt schnuppern Hollywoodstars wie Natalie Portman und der Komödiant Jerry Seinfeld auf ihren Anwesen frische Luft. "Piano Man" Billy Joel zieht sich im Sommer in die sogenannten Hamptons zurück, ebenso Amerikas Küchenfee Martha Stewart. Auch der Geldanleger Bernie Madoff besaß hier ein luxuriöses Domizil - bevor sein Schwindel aufflog und er in einem Hochsicherheitsgefängnis landete.

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