Politiker und Bischof

Schulterschluss für Gedenkort für Flüchtlinge

Im Frühjahr 2022 soll am Stadtfriedhof Linz/St. Martin ein Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht ums Leben kamen, entstehen. Rechtsextreme rennen dagegen an, was Bischof Manfred Scheuer und Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) in einem Schulterschluss „menschenverachtend“ finden.

Der neue Landesrat für Soziales und Integration startete die Serie seiner Antrittsbesuche ganz bewusst bei Bischof Scheuer und Caritas-Direktor Manfred Kehrer – unter anderem, um seinen christlich-sozialen Zugang in der Sozialpolitik zu unterstreichen. Ein ganz aktuelles Thema war aber auch der gemeinsame Einsatz gegen extremistische Strömungen in Oberösterreich.

Rechtsextreme gegen das Projekt
Dabei ging es auch um das gemeinsame Mahnmal am Linzer Stadtfriedhof in St. Martin. Mehrere Partner haben sich, mit der Diözese Linz als Projektleiter, zusammengeschlossen, um dort einen Gedenkort für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge zu errichten. Die rechtsextremen Identitären stellen sich regelmäßig gegen das Projekt und stürmten Ende September deshalb sogar das Linzer Pastoralamt.

Scheuer und Hattmannsdorfer treten entschieden gegen solchen Extremismus auf: „Dieser Hass und diese Spaltung haben in unserer Gesellschaft nichts verloren. Gegen Gedenkorte zu demonstrieren ist menschenverachtend. Oberösterreich ist ein Land des Respekts. Daher weisen wir alle diese Aktionen aufs Schärfste zurück. Wir stehen gemeinsam mit allen Partnern hundertprozentig hinter dem geplanten Gedenkort“, betonen der Bischof und der Landesrat.

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Sonntag, 28. November 2021
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