04.11.2021 19:00 |

Falsche Versicherungen

Zwei Salzburger um 925.000 Euro betrogen

Die Polizei kam einem mutmaßlichen Betrüger auf die Schliche. Der Österreicher (49) schlüpfte in die Rolle eines selbstständigen Versicherungsmaklers und zog zwei Salzburger (49 und 65) mit einer Lebensversicherung über den Tisch. Dadurch soll er über zehn Jahre 925.000 Euro ergaunert haben. Der Mann ist geständig.

Die Polizei in der Stadt Salzburg hat einem mutmaßlichen Anlagebetrüger das Handwerk gelegt. Der 49-jährige Österreicher soll von zwei Salzburgern, 49 und 65 Jahre alt, insgesamt 925.000 Euro erschlichen haben. Er habe ihnen die gewinnbringende Veranlagung einer Lebensversicherung vorgetäuscht, informierte am Donnerstag die Landespolizeidirektion. Der geständige Beschuldigte soll die Tat innerhalb von zehn Jahren von 2012 bis 2021 verübt haben.

Der 49-Jährige gab sich als selbstständiger Versicherungsmakler aus. Er bot den beiden Männern an, für sie eine Lebensversicherung zu speziellen Maklerkonditionen zu eröffnen und versprach ihnen eine Verzinsung von jährlich sechs Prozent. Er stellte dafür aber eine Bedingung: Sie müssten ihm das Geld in bar übergeben, er werde es dann an die Versicherung bezahlen.

Die Opfer erhielten vom Beschuldigten gefälschte Urkunden in Form von Polizzen und Einzahlungsbestätigungen. In den gefälschten Polizzen war angeführt, dass sie das angesparte Geld bis zu zweimal jährlich beheben können, allerdings nur durch den Versicherungsmakler.

Laut Polizei zahlte der Österreicher bei einer dieser Behebungen 350.000 Euro an den 49-jährigen Salzburger aus. Als er für den Mann ein zweites Mal Geld beheben sollte, erklärte er, dass das Geld von Seiten der Versicherung verschwunden sei. „Die noch ausständigen 575.000 Euro der Schadenssumme gab der Beschuldigte zum Begleichen seiner persönlichen Schulden und zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes aus.“ Der Österreicher gehe seit 2008 keiner Arbeit mehr nach. Er wird nun bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.

 Salzburg-Krone
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