Interview mit FF-Chef

„Waren schon lange auf das Schlimmste vorbereitet“

Seit knapp einer Woche herrscht in Hirschwang an der Rax der Ausnahmezustand. Mehr als 115 Hektar Forst wurden bereits ein Raub der Flammen. Das forderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, Heer, Polizei und Bergrettung. Landesfeuerwehrchef Didi Fahrafellner ist von den Umständen nicht überrascht!

Herr Fahrafellner, zuerst einmal, wie ist die Lage?

Der Brand bei Hirschwang hat sich aufgrund der topografischen Lage sehr schnell weiterentwickelt. Aktuell kann wegen Absturzgefahr und Steinschlag nur tagsüber gearbeitet werden, die Glutnester im Boden und aufplatzendes Gestein bereiten Probleme.

Wie geht es jetzt weiter, gibt es bald Entwarnung?

Vermutlich nicht. Zwar sind für Montag Regenfälle angesagt, doch die Menge wird entscheidend sein. Aktuell sind mehr als 1000 Glutnester aktiv, da braucht es einen ordentlichen Guss.

War man auf so ein Szenario überhaupt vorbereitet?

Ja, wir waren schon länger auf das Schlimmste vorbereitet. Bereits vor drei, vier Jahren haben wir das Thema stark ins Auge gefasst. Wir haben den internationalen Vergleich nicht gescheut und uns wertvolle Tipps aus dem Ausland geholt. Dass eigens ein Sonderdienst für Flur- und Waldbrandbekämpfung geschaffen wurde, spricht ja auch Bände. Ende Juli wurden die ersten Spezialfahrzeuge geliefert, die jetzt bereits im Einsatz stehen. Nächstes Jahr folgen weitere acht Löschfahrzeuge und acht Pick-ups. 400 Kameraden werden zusätzlich ausgebildet.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Polizei und Heer?

Ohne Probleme, die Kollegen verstärken mit ihrer Gerätschaft unsere Schlagkraft. Von der Neuanschaffung der Leonardo-Helikopter des Heeres werden wir profitieren.

Josef Poyer
Josef Poyer
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