In der Türkei haben Forscher bei Grabungen nahe der türkisch-syrischen Grenze 4000 Jahre alte Olivensamen freigelegt. Gefunden wurden sie in einer Ausgrabungsstätte namens Oylum Höyük, einem seit dem vierten vorchristlichen Jahrtausend bewohnter Siedlungshügel, der in einem Ortsteil der Provinzhauptstadt Kilis in der gleichnamigen Provinz liegt.
„Wir haben in Schichten entdeckt, die 4000 Jahre alt sind, Dutzende von Olivensamen und verschiedene Schleifsteine aus Basalt gefunden, von denen wir glauben, dass sie zur Herstellung von Olivenöl verwendet wurden“, sagte Atilla Engin von der Gaziantep University gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.
Das Mittelmeer sei als Mutterland der Oliven bekannt sei, sagte Engin. Die Oliven und Olivenöl wurden nicht nur als Lebensmittel verwendet, sondern auch in der Medizin, so der Wissenschaftler. Die Olivenkerne würden neue Informationen über die landwirtschaftliche Geschichte der Region liefern, heißt es.
Olivenöl war in der Antike ein teures und geschätztes Gut. „Es war doppelt so teuer wie Sesamöl, das schwieriger herzustellen ist als Olivenöl, und es war zehnmal teurer als Wein“, erklärte Engin gegenüber der Agentur.










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