28.10.2021 07:58 |

Gewinnen zum Kinostart

„Contra“: Späte Reue des älteren weißen Mannes

Es ist ein beliebtes Filmthema: Zwei Menschen sind sich zutiefst unsympathisch, müssen aber aufgrund äußerer Zwänge kooperieren und lernen überraschende Seiten am jeweils anderen kennen. Darum geht es auch in Sönke Wortmanns Komödie „Contra“ (ab 28.10. im Kino), die ein ernstes Thema unterhaltsam und doch tiefgründig nahebringt. Gewinnen Sie Gutscheine vom Manz Verlag zum amüsant entlarvenden Kinostart mit Christoph Maria Herbst und Nilam Farooq.

Das war eine fremdenfeindliche Bemerkung zu viel: Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) droht von seiner Universität zu fliegen, nachdem er die Jura-Studentin Naima Hamid (Nilam Farooq) in einem vollbesetzten Hörsaal beleidigt hat.

Rassistisches Video geht viral
Als das Video viral geht, gibt Universitätspräsident Alexander Lambrecht (Ernst Stötzner) seinem alten Weggefährten eine letzte Chance: Wenn es dem rhetorisch begnadeten Professor gelingt, die Erstsemestlerin Naima für den bundesweiten Debattier-Wettbewerb fitzumachen, wären seine Chancen vor dem Disziplinarausschuss damit wesentlich besser. Pohl und Naima sind gleichermaßen entsetzt, doch mit der Zeit sammelt die ungleiche Zweckgemeinschaft erste Erfolge - bis Naima erkennt, dass das Multi-Kulti-Märchen offenbar nur einem Zweck dient: den Ruf der Universität zu retten.

Grundlage ist der französische Film „Die brillante Mademoiselle Neila“, der 2018 ins Kino kam. Daniel Auteuil spielte damals den wortgewandten Professor, der die Studentin Neila wegen ihrer algerischen Wurzeln fertig macht. Ein älterer, verbitterter weißer Mann und eine junge Frau mit Migrationshintergrund aus der berüchtigten Vorstadt - für die Constantin Film Produktion eine spannende Konstellation, die sie auf deutsche Verhältnisse übertragen wollten.

Statt in Paris spielt „Contra“ in Frankfurt am Main. Christoph Maria Herbst („Der Vorname“) verkörpert den Rhetorikprofessor Richard Pohl. Für die Rolle der Studentin fiel die Wahl auf Nilam Farooq, bekannt aus Filmen wie „Du Sie Er & Wir“ und als langjährige TV-Kommissarin in der ZDF-Krimireihe „SOKO Leipzig“.

Film mit viel Wortwitz und Feingefühl
„Contra“ kommt um manche Klischees nicht herum. Doch Wortwitz und Feingefühl für leise Zwischentöne machen die Komödie sehenswert. Auf unterhaltsame Weise führt der Film vor Augen, dass es eben nicht nur die großen Dinge sind, in denen sich Rassismus und Diskriminierung äußern. Es sind viele kleine Begebenheiten, unüberlegte Bemerkungen, Blicke, Verhaltensweisen, die Menschen ausgrenzen und verletzen. Kein „Man darf doch wohl noch sagen“ oder „Das war doch nicht so gemeint!“ - hier bezieht der Film eine eindeutige Position und stellt klar, dass jeder Mensch eine Würde besitzt, die niemand verletzen sollte, nicht mal im Scherz.

Kinostart von „Contra“: 28. Oktober!

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