25.10.2021 18:00 |

Verschärfungen drohen

„Jeden Tag können Ausreise-Kontrollen folgen“

„Täglich kann sich die Lage ändern“, sagt das Land. Anders formuliert: Verschärfungen könnten jederzeit in Salzburger Gemeinden kommen – je nach Situation. Im Fokus zurzeit sind Radstadt und Ebenau. Deren Ortschefs sehen es differenzierter.

Eine 7-Tage-Inzidenz von 2035. Ebenau gesellt sich nun zu Radstadt (Inzidenz bei 1353) in die Kategorie „problematisch“. Es könnte zu Ausreisebeschränkungen kommen, sogar schon morgen. Fix ist nichts, hieß es am Montag vom Land. „Wir beobachten die Situation.“

Vorschlag: „Gemeinden künftig mehr einbinden“
Und auch wenn sich so mancher Salzburger über die Sinnhaftigkeit der Ausreisebeschränkungen mokiert, steht für die Polit-Führung fest: „Die Maßnahme hat nachweislich gewirkt.“ So haben sich die Zahlen in Adnet und Annaberg-Lungötz verbessert – dort wird seit knapp einer Woche kontrolliert. Nicht aber in St. Koloman, wo es „stagniert“.

Christian Pewny, FPÖ-Bürgermeister in Radstadt, befürchtet keine Maßnahme: „Aber wir beobachten.“ Er hätte einen Vorschlag für die Landesverantwortlichen: „Das Land könnte die Gemeindeführung besser einbinden, es geht da auch um eine Vertrauenssache.“

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Wir kriegen keine genauen Informationen und werden mit dem Datenschutz abgespeist. Dabei könnten wir sonst im kleinen Kreis reagieren.

Christian Pewny, Bürgermeister in Radstadt

Wie berichtet gab es in Radstadt durch eine Hochzeit und einen Senioren-Ausflug einen Anstieg. In Ebenau dagegen war es „ein klassischer Volksschul-Cluster“, so Ortschef Johannes Fürstaller (ÖVP). Noch am Sonntag vor einer Woche hat es nur einen einzigen Fall in Ebenau gegeben, jetzt sind es ein paar Dutzend. Diese seien aber unter Kontrolle, erklärt der Bürgermeister: „Wir sollten jetzt Ruhe bewahren und nicht noch Öl ins Feuer gießen.“

Bald gilt nur mehr 2,5-G in Salzburg

Auf Bundeslandebene sieht die Situation nicht viel besser aus: Salzburg kratzt am Inzidenzwert von 400. Eine weitere Maßnahme – neben der FFP2-Ausweitung – wird bis zur ersten November-Hälfte anvisiert: das Umstellen auf die 2,5-G-Pflicht. De facto wird das Testen neu: Antigen wird gestrichen, PCR ausgeweitet – auch für daheim mit Gurgeltests. Laut den Experten könnte damit die Entwicklung gebremst, womöglich umgekehrt werden. Ob das reicht? Das beste Mittel zur Bekämpfung der Pandemie bleibt die Impfung. Da liegt Salzburg bei nur 60 Prozent.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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