24.10.2021 13:00 |

Gastro und Kultur

Corona-Stufenplan trifft auf Skepsis und Sorgen

Die Regierung hat die Erweiterung des Covid-Stufenplans präsentiert. Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat zudem eine 2,5-G-Regel für Salzburg angekündigt. In den betroffenen Branchen – vor allem bei Gastronomie und Kultur – macht man sich aber auch Sorgen. Angst hat man etwa davor, Personal zu verlieren.

Dem von der Regierung präsentierten Ausbau des „Stufenplans“ (die „Krone“ hat berichtet) steht man in Salzburg nicht generell abgeneigt gegenüber. Eine gewisse Skepsis ist aus den betroffenen Branchen aber zu vernehmen. Ernst Pühringer, Gastronom und Salzburgs Wirtesprecher, sagt: „Es ist gut, dass es eine Perspektive für den Herbst gibt. Wir wissen jetzt zumindest, was wann gelten soll.“ Es gebe nun immerhin ganz klare Vorgaben, was bei welchem Wert passieren wird und das sei gut für die Planbarkeit.

Personalsorgen bei den Salzburger Gastronomen


Von seinen Kollegen habe es bisher jedenfalls noch keinen Aufschrei gegeben, so Pühringer. „Ich denke, dass die meisten das schon sehr gelassen sehen - die 2,5-G-Regel ist gut vorstellbar“, sagt der Wirtesprecher. Ein Problem sieht er aber beim Personal, denn dieses sei ohnehin schon schwer zu finden. „Wenn in den höheren Stufen auch eine Impfpflicht fürs Personal kommt, könnte es sein, dass uns Mitarbeiter wegbrechen“, zeigt sich der Gastronom besorgt.

Politik verteidigt schärfere Regeln für Ungeimpfte
„Die Maßnahmen, speziell für die Ungeimpften, sind hart, aber notwendig. Es ist mittlerweile eine Pandemie der Ungeimpften“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) zum erweiterten Stufenplan. Er rechtfertigt die Strategie der Regierung: „Wir alle wollen keinen Lockdown mehr haben, wir können uns einen solchen auch gar nicht mehr leisten.“

Die Salzburger SPÖ bezweifelt, dass der Stufenplan die Impfquote erhöhen wird und fordert daher eine bundesweite Impflotterie.

Im Interview: Wolfgang Descho

Wolfgang Descho ist langjähriger Geschäftsführer des Rockhouse Salzburg und erzählt, was der Stufenplan für die Kulturstätten bedeutet und warum er einer 2-G-Regel skeptisch gegenüber steht.

Was bedeuten die Pläne denn für das Rockhouse?

Wir warten jetzt einmal, bis wir wirklich alles schwarz auf weiß haben. Die 2,5-G-Regel wäre schon noch in Ordnung. Aber alles, was darüber hinausgeht, sehe ich kritisch.

Wieso das?

Weil gerade wir uns jetzt schon penibel an die Vorschriften halten und auch sehr genau kontrollieren - die Gäste fühlen sich sicher. Außerdem sind circa 75 Prozent unserer Besucher ohnehin geimpft.

Warum wäre 2-G dann überhaupt ein Problem für Sie, wenn es ohnehin nicht viele Gäste betrifft?

Nun ja, wir sind ja vom Besucherniveau noch nicht da, wo wir vor Corona waren. Außerdem finde ich es nicht gut, Ungeimpfte vom sozialen und kulturellen Leben auszuschließen.

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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