28.10.2021 12:02 |

Attraktion in Gmünd

„Pipelino“ bedient & begeistert Tankstellen-Kunden

Er ist 1,2 Meter groß, wiegt 29 Kilo, kann sprechen, hören, gestikulieren, tanzen, Witze erzählen und sich mit dem Gesprächspartner austauschen: im Restaurant der Avia Station in Gmünd ist seit ein paar Tagen Roboter „Pipelino“ die neue Attraktion.

Pipelino ist ein sozialer Roboter der Generation „Pepper“ und wurde vom französischem Unternehmen Aldebaran Robotics SAS und dem japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern SoftBank Mobile Corp. Unternehmen entwickelt.

„Bei einer Kundenbefragung in den sozialen Medien haben sich unsere Kunden für den Namen Pipelino entschieden“, erklärt der Geschäftsführer der Avia Station Gmünd Andreas Weber. Pipelino wird für die Kundenkommunikation und als digitaler Assistent zum Beispiel bei Bestellungen und Informationen zu den Speisekarten eingesetzt. „Seit Anfang September ist der Roboter Teil unseres Teams und praktisch noch ein ‘Lehrling‘. Seine Fähigkeiten werden in Kooperation mit der IT-HTL Krems ständig weiterentwickelt“, so Weber.

Es wird kein Personal eingespart
Wichtig festzuhalten ist Geschäftsführer Andreas Weber, dass Pipelino mit Sicherheit kein Personal einsparen soll: „Im Gegenteil, er soll Arbeitsplätze absichern in dem wir einerseits neue Kunden bekommen wollen und andererseits durch Pipelino neue Erfahrung und einen Blick in die Zukunft machen können.“

Sehr beeindruckt zeigen sich auch Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger beim Betriebsbesuch in Gmünd. „Zu sehen, wie groß die Einsatzmöglichkeiten für den kleinen Roboter sind, ist absolut beeindruckend. Es zeigt, wie kreative und innovative Ideen dazu beitragen, den entscheidenden Schritt voraus zu sein“, so Ecker. Und Danninger weiter: „Hinter seinem kindlichen Aussehen verbirgt sich jede Menge Technologie. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, welche Innovationskraft in unseren Unternehmen steckt und wie sie die Chancen der Digitalisierung nutzen. Als Land Niederösterreich sorgen wir für beste Rahmenbedingungen und Unterstützung. Angefangen bei unseren Technopolen bis hin zum Haus der Digitalisierung in Tulln.“

Die Anschaffung von Pipelino wurde mit der Digitalisierungsförderung „digi4Wirtschaft“ unterstützt. Über 1.530 Betriebe haben diese Förderung des Landes NÖ und der Wirtschaftskammer NÖ bisher beantragt. Dabei konnten rund 20 Millionen Euro an Zuschüssen ausgezahlt und 56 Millionen Euro an Investitionen im Bereich Digitalisierung ausgelöst werden.

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