12.10.2021 11:08 |

Trug ihn zwei Jahre

Hirsch in den USA von Reifen um den Hals befreit

Ein armer Hirsch konnte erst nach mindestens zwei Jahren von einem Reifen befreit werden, den das Tier um den Hals trug. Wildhütern aus dem US-Bundesstaat Colorado gelang es nach mehreren Versuchen am Wochenende, den Wapiti-Hirsch zu betäuben und ihn von seinem Halsschmuck zu befreien. Dafür musste jedoch das Geweih abgeschnitten werden. Der Bulle ist jetzt insgesamt um rund 16 Kilogramm leichter, weil sich in dem Reifen auch allerlei Unrat befand.

Der etwa 270 Kilogramm schwere Bulle war von dem Reifen schon leicht verletzt: Er hatte eine kleine Wunde im Bereich des Halses, auch ein Teil des Fells fehlte aufgrund der permanenten Reibung. Doch die Erlösung von dem Reifen hatte seinen Preis: „Wir hätten es vorgezogen, den Reifen abzuschneiden und das Geweih für die Brunftzeit stehenzulassen, aber die Situation war so dramatisch, dass wir ihn auf irgendeine Weise entfernen mussten“, so Scott Murdoch vom Colorado Park and Wildlife.

Dafür soll der Hirsch nun rund 16 Kilogramm weniger auf die Waage bringen, seit der Reifen, aber eben auch das Geweih fehlt: Der Reifen war voll mit nassen Tannennadeln und Schmutz", so der Wildhüter. Allein der Dreck habe fünf Kilo gewogen.

Bereits 2019 war der Hirsch mit dem Reifen um den Hals aufgefallen, als die Organisation eine Bestandserhebung für Schafe und Bergziegen in der Mount Evans Wilderness durchgeführt hatte. Vermutlich hatte das Tier in jungen Jahren seinen Kopf in einen Reifenstapel gesteckt.

Es gibt auch viele andere Gegenstände, in denen sich Wildtiere wie beispielsweise Hirsche, Elche, Bären bereits in der Vergangenheit verfangen haben. Schaukeln, Hängematten, Wäscheleinen, Dekorations- oder Weihnachtsbeleuchtung, Möbel, Käfige, Wäschekörbe, Fußballtore und Volleyballnetze können Wildtieren ebenfalls zum Verhängnis werden.

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