Betrugsskandal

Schwieriges Erbe für den neuen Rieder Stadtchef

Die Wahl ist auch in Ried geschlagen. Bernhard Zwielehner (ÖVP) folgt Langzeit-Stadtchef und Parteikollegem Albert Ortig nach. Es könnte ein schwieriges Erbe werden. Der Betrugsskandal beim Stadtbetrieb Energie Ried wird Löcher in die Finanzen der Stadt reißen. Und Ortig funkt in der Causa weiter dazwischen.

Vor seinem endgültigen Abschied aus der Rieder Stadtpolitik hat Albert Ortig hat offensichtlich noch jede Menge Handlungsbedarf. Für heute, Dienstag, hat er einen Sonder-Stadtrat zur Causa Energie Ried angesetzt. Über die Gründe wird gerätselt. Ortig ist die Ein-Mann-Generalversammlung des städtischen Energieversorgers.

Stadträte berieten über Boykott der Sitzung
Womöglich könnte er in Mails mit den ehemaligen und unter Betrugsverdacht stehenden ehemaligen Geschäftsführern vorkommen. Sie sollen der Aufsichtsbehörde E-Control über Jahre falsche Leitungslängen angegeben und so Bilanzen in einem höheren einstelligen Millionenbetrag poliert haben. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. Die von Ortig einberufene heutige Sitzung stand gestern am Abend noch auf der Kippe. Politiker aller im Stadtsenat vertretenen Parteien berieten über einen Boykott. Sie werden doch das Gespräch mit Ortig suchen. Vor Ort werden auf Wunsch des Noch-Stadtchefs auch die neuen Geschäftsführer Silke Sickinger und Anton Eckschlager sein.

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Samstag, 16. Oktober 2021
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