09.10.2021 14:41 |

Massenvergiftung

Russland: Schon 29 Tote durch gepanschten Alkohol

Nach der Massenvergiftung von Menschen mit gepanschtem Alkohol im Süden Russlands ist die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf 29 gestiegen. Es seien weitere Menschen im Krankenhaus an den Folgen gestorben, teilten die Behörden der betroffenen Region Orenburg mit. Diese liegt rund 1200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Moskau an der Grenze zu der zentralasiatischen Republik Kasachstan.

Die Zahl der Überlebenden liege bei 28, hieß es. Seit Tagen werden immer höhere Opferzahlen gemeldet. Am Freitag - krone.at berichtete - war noch von 17 Toten die Rede. Nun seien weitere Menschen mit besonders schweren Vergiftungserscheinungen und Patienten im Koma verstorben.

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Bis zum Abschluss der Ergebnisse kann Alkoholkonsum lebensgefährlich sein.

Gouverneur Denis Pasler

Der zuständige Gouverneur, Denis Pasler, kündigte großflächige Kontrollen von Verkaufsstellen in der Umgebung an, um den gepanschten Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen. „Bis zum Abschluss der Ergebnisse kann Alkoholkonsum lebensgefährlich sein“, warnte er. Mehr als 1200 Glas- und Plastikflaschen waren bereits beschlagnahmt worden.

Kriminelle panschen Getränke mit Industriealkohol
Wodka und anderer Trinkalkohol dürfen in Russland nur mit offiziellen Kennnummern verkauft werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Vergiftungen - besonders in der Provinz, weil Getränke bisweilen aus billigem, aber lebensgefährlichem Industriealkohol hergestellt werden.

Wegen des Handels mit dem gepanschten und nicht zugelassenen Alkohol wurden sechs Verdächtige festgenommen. Sie sollen die Getränke vor allem in der Großstadt Orsk in der Region Orenburg, aber auch in anderen Orten verkauft haben. Es handelt sich um einen der größten Fälle dieser Art der vergangenen Jahre. 2016 starben in Irkutsk 76 Menschen, nachdem sie Alkohol, der mit einem Glasreinigungsmittel versetzt war, getrunken hatten.

 krone.at
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