08.10.2021 13:11 |

NS-Prozess in D

Angeklagter (100): „War nicht in Sachsenhausen“

Josef S. wird Beihilfe zum Mord in über 3500 Fällen vorgeworfen. Der Deutsche soll in den Jahren 1942 und 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen als Wachmann tätig gewesen sein. Doch der 100-jährige Angeklagte bestreitet das vor Gericht: „Ich war doch da gar nicht in Sachsenhausen, ich bin unschuldig, weil ich das gar nicht kenn.“

„Ich habe überhaupt nichts getan“, erklärte der Angeklagte am zweiten Prozesstag in Brandenburg. Zuvor hatte er auf Befragung des Vorsitzenden Richters Udo Lechtermann seine Kindheit und Jugend in Litauen und sein späteres Leben in Deutschland nach seiner Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft geschildert.

Angeklagter will nun schweigen
Fragen zu der Zeit während des Zweiten Weltkriegs hatte der Anwalt des Angeklagten nicht zugelassen. Er hatte bereits am ersten Verhandlungstag am Donnerstag erklärt, dass sich sein Mandant zu den Vorwürfen nicht äußern werde.

Der 100-Jährige soll zwischen 1942 und 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen nahe Berlin als Wachmann der SS Beihilfe zur Ermordung von Lagerinsassen geleistet haben. Laut Anklage geht es um mindestens 3518 Fälle.

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