08.10.2021 11:10 |

„Verzichten Sie!“

17 Tote in Russland durch gepanschten Alkohol

In Russland sind offenbar Tausende Flaschen mit gepanschten Alkohol in den Verkauf gelangt: 33 Opfer erlitten eine Alkoholvergiftung, 17 Menschen starben sogar daran. Die Fälle traten in der Region Orenburg, etwa 1200 Kilometer südöstlich von Moskau. Der zuständige Gouverneur, Denis Pasler, appellierte daher eindringlich an die Bevölkerung: „Verzichten Sie auf den Kauf von Alkohol.“

Nach den Angaben des Gouverneurs gab es großflächige Kontrollen von Verkaufsstellen in der Umgebung, um den gepanschten Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen. „Bis zum Abschluss der Ergebnisse kann Alkoholkonsum lebensgefährlich sein“, warnte der Gouverneur. Nach Angaben der Behörden wurden zunächst mehr als 1000 Flaschen beschlagnahmt. Laut „Moscaow Times“ ist das eine Problematik, die seit Jahren besteht - trotz großangelegter Kampagne des Kremls.

Gepanschter Alkohol schwer von richtiger Ware zu unterscheiden
In den örtlichen Medien wurden Bilder veröffentlicht, wonach der gepanschte Alkohol kaum von geprüfter Ware zu unterscheiden gewesen sei. Daher solle man komplett auf den Kauf von Alkohol verzichten. Die Untersuchung der Flüssigkeiten dauerte zunächst noch an. Die Ermittler nahmen bisher drei Verdächtige fest. Darunter sei ein 29-Jähriger, der die „illegale Produktion“ organisiert haben soll. Diese sei offenbar in der Stadt Orsk abgewickelt worden. Die Polizei habe das entsprechende Gebäude ermittelt. Die anderen Festgenommenen sollen den tödlichen Alkohol verkauft haben.

Opfer starben an Methanolvergiftung
In den Körpern der Toten wurde nach Angaben der Behörden reiner Methanol nachgewiesen - „ein tödliches Gift“, wie es hieß. „In einigen Fällen wurde festgestellt, dass die Konzentration des Stoffes drei- bis fünf Mal höher sei, als eine tödliche Dosis.“ Die Behörden riefen die Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol auf, sich schnellstmöglich zum Arzt zu begeben. Denn von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis zum Tod dauerte es oft nur eine Stunde, hieß es weiter.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).