08.10.2021 06:34 |

Keine Tsunami-Gefahr

Beben der Stärke 6,1 erschütterte Großraum Tokio

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 6,1 hat am späten Donnerstagabend (Ortszeit) den Großraum Tokio erschüttert. Eine Gefahr durch einen Tsunami habe es nicht gegeben. In Hunderten Haushalten fiel der Strom aus, außerdem bemühte sich die Feuerwehr, geplatzte Wasserleitungen in der Stadt zu reparieren. Das Beben brachte Gebäude ins Wanken, in Geschäften fielen Produkte aus den Regalen, der Zugverkehr wurde ausgesetzt. Es gab mindestens 32 Verletzte.

Größere Auswirkungen durch das Beben gab es laut örtlichen Medienberichten aber weder in der Hauptstadt noch im Großraum von Tokio. Die in der betroffenen Region gelegenen Atomkraftwerke wurden überprüft, auch von dort wurden zunächst aber keine Auffälligkeiten gemeldet.

Der erst in dieser Woche zum Regierungschef gewählte Fumio Kishida rief die Menschen dazu auf, „Maßnahmen zu ergreifen, um Ihr Leben zu schützen“. Gleichzeitig sollten die Menschen die „aktuellen Informationen“ der Behörden im Blick behalten. Zuvor waren die Bewohner der betroffenen Region über Warnmeldungen auf ihren Handys vor dem Erdbeben gewarnt worden.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Tokioter Nachbarprovinz Chiba, wie die hiesige Meteorologische Behörde weiter bekannt gab. Schon kurz nach dem Erdstoß zeigten Live-Bilder des japanischen Fernsehens jedoch normale Straßenszenen am späten Abend - auch die Verkehrsampeln der Metropole funktionierten. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Beben der Stärke 6,1 die Nordwestküste des Landes erschüttert. Schäden gab es nicht.

Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring mit intensiver seismischer Aktivität und ist regelmäßig von Erdbeben betroffen. Vor gut zehn Jahren hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein dadurch ausgelöster Tsunami weite Küstenstriche im Nordosten Japans zerstört und Tausende Menschen in den Tod gerissen. In der Folge kam es zum Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi.

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