07.10.2021 08:00 |

Vorfall in Teststrasse

Sanitäter soll Arbeitskollegin belästigt haben

Ein ehemaliger Rot-Kreuz-Sanitäter soll eine Arbeitskollegin in der Corona-Teststraße im Salzburger Messezentrum sexuell belästigt haben. Laut Strafantrag geht es dabei um einen körperlichen Übergriff. Nun wird sich der Salzburger vor dem städtischen Bezirksgericht verantworten müssen - es drohen bis zu sechs Monate Haft.

Schwer wiegen die Vorwürfe gegen einen 28-jährigen Salzburger. Er soll bereits im März an seinem damaligen Arbeitsplatz, der Rot-Kreuz-Teststraße im Salzburger Messezentrum, eine Kollegin gegen ihren Willen unsittlich berührt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deswegen sexuelle Belästigung vor – darauf steht bis zu ein halbes Jahr Haft. Konkret soll er dem Opfer unter dem Vorwand, ihr einen Sticker mit Rot-Kreuz-Logo aufzukleben, auf das Gesäß geschlagen haben. Der Vorfall soll sich in einer Kabine in der Teststraße neben weiteren Kollegen ereignet haben.

Rechtsanwalt Markus Kobler verteidigt den Angeklagten. Er sagt: „Wir sehen den Tatbestand nicht als erfüllt an. Deswegen haben wir eine Diversion abgelehnt und beantragen einen Freispruch.“

Das Rote Kreuz erklärt auf „Krone“-Anfrage, dass man nach Bekanntwerden des Vorwurfs „unverzüglich arbeitsrechtliche Schritte gesetzt“ habe. Weiter heißt es: „Zu dem laufenden Strafverfahren können wir keine Äußerungen tätigen.“

Am 22. Oktober wird sich das Bezirksgericht mit der Thematik beschäftigen. Geladen sind dazu auch einige Zeugen. Es gilt die Unschuldsvermutung!

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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