01.10.2021 06:50 |

Urteil in Kalifornien

Lebenslange Haft für Synagogen-Attentäter

Knapp zwei Jahre nach einem tödlichen Angriff auf eine Synagoge im US-Staat Kalifornien ist der 22-jährige Täter zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung verurteilt worden. Wegen seines Schuldbekenntnisses entging der Mann der Todesstrafe.

Im Mai 2019 hatte John Earnest ein jüdisches Gotteshaus in Poway nahe San Diego angegriffen und mit einem Sturmgewehr des Typs AR-15 um sich geschossen. Dabei wurden eine 60-Jährige getötet und drei Menschen verletzt, darunter ein Kind und der Rabbi. Zum Tatzeitpunkt befanden sich Dutzende Gläubige in der Synagoge.

Gerichtsunterlagen zufolge sagte der Angeklagte aus, er habe mit seiner Tat „die Nation vor dem jüdischen Volk schützen“ wollen. Stunden vor dem Angriff hatte er im Internet ein rassistisches und antisemitisches Pamphlet veröffentlicht, in dem er sich auch zu einem Brandanschlag auf eine Moschee im März 2019 bekannte.

Weltweites Entsetzen nach Angriff
Weltweit löste der Angriff Entsetzen aus. Der damalige US-Präsident Donald Trump sagte bei einem Auftritt vor Anhängern in Wisconsin, das „Übel des Antisemitismus und des Hasses“ müsse besiegt werden. Israels Ex-Ministerpräsident Benjamin Netanyahu verurteilte den Vorfall als „Angriff auf das Herz des jüdischen Volkes“. Er rief die Staatengemeinschaft auf, den Antisemitismus zu bekämpfen. Auch der deutsche Außenminister Heiko Maas zeigte sich betroffen: Der Angriff „trifft uns alle. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Getöteten und bei den Verletzten“, sagte er in Berlin.

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