21.09.2021 08:00 |

Debatte im Senat

Politik in der Stadt im Infektions-Streit

Die Frage nach der Herkunft der Infektionsfälle erreichte am Montag auch den Salzburger Stadtsenat. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) wies seine eigene Namens-Theorie zurück. Die SPÖ sieht in der Pandemie alle Parteien in der Pflicht.

Die Namens-Theorie der Stadt in Bezug auf Corona-Infektionen sorgte am Montag auch im Stadtsenat für Wirbel. Wie von der „Krone“ berichtet erhob die Stadt offenbar den Migrationshintergrund anhand der Nachnamen der Betroffenen. Bürgerlisten-Klubchefin Ingeborg Haller mahnte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) zur Vorsicht, da es sich bei der Frage Impfung oder nicht inzwischen um ein hochsensibles Thema handle, das von einer Partei – der FPÖ – instrumentalisiert werde.

Preuner verneinte im Senat die von ihm selbst im „Krone“-Gespräch aufgestellte Namens-Theorie und meinte, dass lediglich der vermutete Ort der Infektion abgefragt werde. Da ließ sich die Diskussion aber schon nicht mehr einfangen. ÖVP-Klubchef Christoph Fuchs fragte, ob es vonseiten der Integrationsbeauftragten der Stadt Impf-Informationen für Migranten gab.

Deren Chefin, SPÖ-Stadträtin Anja Hagenauer, meinte: „Da wird es absurd, das ist eine Aufgabe, die alle betrifft.“ FPÖ-Chef Andreas Reindl reagierte mit Sarkasmus auf die Diskussion: „Dann sind wir ja froh, dass der Westbalkan und die FPÖ schuld an der Pandemie sind“, meinte er.

Matthias Nagl
Matthias Nagl
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