15.03.2011 14:59 |

Angebote locken

Aktionen bringen Supermärkten 25% des Umsatzes

Eine Marktanalyse der Agrarmarkt Austria (AMA) zeigt, dass der Anteil der Produkte, die zum Aktionspreisen verkauft werden, stetig zunimmt. Vor allem bei Frischeprodukten wie Gemüse, Eiern, Milchprodukten, Wurst und Fleisch macht der heimische Lebensmittelhandel bereits ein Viertel des Umsatzes mit Aktionsartikeln. Zudem zeigt sich im Rahmen der Analyse, dass die Österreicher gern zu Bioprodukten greifen und immer seltener zum Diskonter gehen.

Bei Rewe (Billa, Merkur, Adeg, usw.) ist der Anteil der Aktionen mit 27,5 Prozent besonders hoch, aber auch Zielpunkt (26,1 Prozent) versucht seine Kunden vor allem über Aktionen anzulocken. Bei Spar beträgt der Aktionsanteil vergleichsweise niedrige 22,9 Prozent.

Nicht nur die oft beklagte "Aktionitis" schreitet voran, sondern auch die Konzentration. In Österreich beherrschen drei Ketten den Markt - Rewe (ohne Adeg), Spar und Hofer kommen zusammen auf einen Anteil von 82,3 Prozent. Da Adeg mittlerweile zu 100 Prozent zu Rewe gehört, ist dieser Anteil sogar noch höher. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 kamen die großen Drei auf einen Anteil von 78,9 Prozent.

Diskonter stehen mehr und mehr unter Druck
Haben die Diskonter Hofer und Lidl in den Jahren von 2003 bis 2007 kontinuierlich zugelegt, stagniert ihr Anteil seit 2008 nun bei etwas über 20 Prozent. "Die Diskonter haben ihren Zenit erreicht", sagte die Leiterin der AMA-Marktforschung, Micaela Schantl, am Dienstag. Die klassischen Lebensmittelhändler setzen vermehrt auf Aktionen und preiswerte Eigenmarken und bringen die Diskonter damit unter Druck. Im Match Lidl gegen Hofer hat der zum Aldi-Reich gehörende Diskonter Hofer 2010 Federn lassen müssen. Während Hofer auf der Stelle tritt, wächst Lidl und kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von etwa sechs Prozent.

Bioprodukte in Österreich gefragt
2010 haben Konsumenten etwas weniger für Frischeprodukte ausgegeben. In Summe waren es 5,296 Milliarden Euro, ein leichtes Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Bioprodukte waren aber nach wie vor stark gefragt und legten sowohl mengenmäßig (plus 22 Prozent) als auch wertmäßig (plus 19 Prozent) zu - in Summe wurden Bioprodukte im Wert von 306,4 Millionen Euro eingekauft. Das enorme Wachstum in diesem Bereich hängt laut AMA vor allem mit der Bio-Umstellung der Hofer-Marke "Zurück zum Ursprung" zusammen. Zudem hätten auch andere Lebensmittelketten ihr Bio-Segment ausgebaut.

Haushalt gibt pro Monat 128 Euro für Frischeprodukte aus
Insgesamt gibt ein österreichischer Haushalt pro Monat 128 Euro für Frischeprodukte aus. Im vergangenen Jahr sanken die Ausgaben für Käse, Milch und Milchprodukte, Schweinefleisch, Putenfleisch, Faschiertes sowie für Wurst und Schinken. "2009 wurde krisenbedingt mehr zu Hause gekocht, wodurch die Ausgaben für Fleisch stiegen. Man merkt jetzt, dass die Krise vorbei ist. Der Haushaltskonsum geht zurück und es ist eine Verlagerung in die Gastronomie zu bemerken", erläuterte Schantl.

Mehr ausgegeben als im Jahr 2009 haben die Österreicher im Vorjahr für Gemüse, Rindfleisch und Eier, wobei das vor allem auf gestiegene Preise dieser Produktgruppen zurückzuführen ist. Gegen Ende des Jahres 2010 sind die Preise zum Teil kräftig nach oben geschossen, insbesondere für Obst und Gemüse.

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