Tauziehen geht weiter

1-2-3-Ticket: Im Osten gibt es nichts Neues

Ist die Lösung in Sicht – oder doch nicht? Diese Frage stellen sich nun viele Öffi-Pendler nach Berichten über die bevorstehende Einigung in Sachen 1-2-3-Ticket. Zuletzt wurden Pläne über eine Sonderlösung – samt konkreter Preise – für die Ostregion kolportiert, nur: So wirklich spruchreif ist auch dieses Modell noch nicht.

Neben zu geringer Vergütung für die Wiener Linien hakte es in den Verhandlungen mit dem Bund vor allem an der gravierenden Benachteiligung der Burgenländer. Diese müssen – wie eigentlich alle – auf ihrem Weg nach Wien durch Niederösterreich und für ihre Passage durch das weite Land sozusagen einen Strafzoll zahlen. Denn für drei Bundesländer ist der Höchstpreis von 1095 Euro im Jahr fällig. Nun war in diversen Medien auch von konkreten Plänen einer zusätzlichen Abstufung die Rede: Ein 550-Euro-Ticket für Niederösterreich und das Burgenland sowie eine neue Variante mit Wien um 915 Euro. Beides käme Pendlern um 180 Euro billiger als die bisher geplanten Stufen.

Abstufung steht auch zur Debatte 
Und tatsächlich: Auf Anfrage bestätigt der Verkehrsverbund, dass die Abstufung zu den derzeit zur Debatte stehenden Vorschlägen zählt. Woher die genannten Preise stammen, kann man sich dort aber nicht erklären, nur so viel: „Die Experten verhandeln noch immer auf Hochdruck mit dem Bund.“ Hinter den Kulissen trifft der VOR bereits Vorkehrungen, um die noch für heuer erwarteten Beschlüsse – wie auch immer diese nun aussehen mögen – zügig umzusetzen: „Wir wollen nicht, dass es an uns scheitert“, heißt es.

Wechsel soll kein Nachteil werden
Unklar ist überdies, wie es mit dem Umstieg von bestehenden Zeitkarten auf das neue Klimaticket aussieht. Wobei hier die Wiener trotz ihrer rund 850.000 Jahreskarten dank gleicher Preisgestaltung kein großes Problem darstellen sollten. Die 60.000 Jahreskarten-Besitzer in Niederösterreich hingegen werden ganz genau nachrechnen. Ihnen soll der Wechsel auf das neue Ticket jedenfalls nicht zum Nachteil gereichen, so der VOR.

Abseits der Preise ist auch der Ausbau des Angebots ein Streitthema zwischen Land und Bund: Heute, Freitag, legt die ÖVP einen Forderungskatalog an Ministerin Leonore Gewessler vor.

Thomas Lauber
Thomas Lauber
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