13.09.2021 19:16 |

Täter (28) amtsbekannt

Mordalarm im Gemeindebau: 2 Frauen in Wien getötet

Mordalarm in Wien-Favoriten am Montagnachmittag: Nach einem Streit im Gemeindebau wurden zwei Frauen (35 und 37) in einer Wohnung tot aufgefunden. Der mutmaßliche Täter ist nach Informationen der „Krone“ ein 28-jähriger Staatsbürger aus Somalia, der amtsbekannt ist. Zwei Asylaberkennungsverfahren gegen ihn wurden bereits eingestellt - ein neuer Justizskandal bahnt sich an.

Nachbarn hatten am Montag gegen 16 Uhr bei der Polizei Alarm geschlagen. Wegen einer vermeintlichen Streitschlichtung begaben sich die Beamten des Stadtpolizeikommandos Favoriten zu einem riesigen Gemeindebau beim Belgradplatz im zehnten Wiener Gemeindebezirk.

„Dort trafen die Kollegen auf einen jungen Mann, der angab, zwei Frauen in einer Wohnung umgebracht zu haben“, berichtete der Wiener Polizeisprecher Mohamed Ibrahim. Für den 28-jährigen Somalier klickten sofort die Handschellen, die Beamten begaben sich zu der Wohnung und hielten Nachschau.

Lebensgefährtin und Ex-Freundin erstochen
Zwei Frauen lagen blutüberströmt am Boden. Jede Hilfe kam zu spät, es konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Die Opfer dürften erstochen worden sein. Die Tatwaffe, ein Messer, wurde sichergestellt. Bei den Opfern soll es sich um die aktuelle Lebensgefährtin und die Ex-Freundin des 28-Jährigen handeln, beide ebenfalls somalische Staatsbürgerinnen. Mit einer Frau hat der 28-Jährige eine vierjährige Tochter.

Täter hatte 2,2 Promille Alkohol im Blut
Der mutmaßliche Täter, es gilt die Unschuldsvermutung, hatte 2,2 Promille Alkohol im Blut. Die Hintergründe zur Tat sind derzeit noch unklar. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Beim Täter soll - so Ermittler - eine Psychose vorliegen.

Anzeigen wegen Sexualdelikten eingestellt
Der Somalier war offenbar asylberechtigt. Nach Informationen der „Krone“ ist er mehrmals vorbestraft (u.a. wegen Körperverletzung). Zwei Anzeigen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs sollen zudem eingestellt worden sein. In beiden Fällen wurde auch ein Asylaberkennungsverfahren eingeleitet, das aber jeweils eingestellt wurde.

 Kronen Zeitung
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