12.03.2011 16:08 |

Nordische Kombi

Gottwald beendete Karriere mit Platz drei in Lahti

Mit Stil hat sich Felix Gottwald am Samstag vom Spitzensport verabschiedet. Der 35-jährige Salzburger schloss seine große Karriere in Lahti mit einem dritten Weltcup-Rang ab und beendete damit seine letzte Saison als Gesamt-Dritter. Der Gewinner von 23 Weltcup-Konkurrenzen musste in seinem 229. Bewerb, mehr als 18 Jahre nach dem Debüt in Saalfelden, nur den Deutschen Johannes Rydzek und Eric Frenzel den Vortritt lassen. Gottwald ist Österreichs erfolgreichster Olympionike und mit elf Stück eifrigster Medaillensammler des Österreichischen Skiverbandes bei Weltmeisterschaften.

Gottwald hatte schon im März 2009 den vermeintlichen Schlussstrich gezogen, entschied sich aber zwei Jahre später für eine Rückkehr. Und er sah sein zwei Saisonen dauerndes "Genussprojekt" im Rückblick nur positiv. "Ich habe nur das Gefühl walten lassen und bin sehr dankbar", erklärte Gottwald. "Ich nehme viele Erfahrungen mit und gebe sie nun weiter." Schon ab 22. März können Interessierte in Seminaren davon profitieren.

Natürlich hätte Gottwald gerne mit einem Sieg noch einmal ein großes Ausrufezeichen gesetzt, doch für ihn passte auch ohne dieses "Sahnehäubchen" alles. Winkend und lachend hatte er sich vom Anlaufturm der Großschanze in Lahti abgestoßen. "Das Gefühl war sentimentaler als ich es mir vorgestellt habe, die Emotionen sind fast übergeschwappt", sagte der Zeller. Er flog auf passable 114,5 Meter und hatte mit 1:45 Minuten Rückstand die Chance auf einen Spitzenplatz. Dazu war einmal mehr eine Ausnahmeleistung auf der 10-km-Strecke nötig.

Aufholjagd in der Loipe
Rund 1,4 Kilometer vor dem Ziel lag Gottwald schon an der Spitze, im Finale hatten der WM-Zweite und -Dritte aber etwas mehr Kraft übrig. "Ich habe mir nichts geschenkt und trotzdem noch einige Reserven aufgehoben. 0,9 Sekunden sind wenig, ich kann aber trotzdem zufrieden sein", meinte Gottwald. "So kann man beruhigt die Ski in die Ecke stellen."

 Der Abschied falle ihm aber keineswegs leicht, versicherte Gottwald. "Es ist immer wieder interessant, wie Emotionen entstehen und nicht kontrolliert werden können. Dieser Wettkampf heute ließ mich wieder sehr intensiv die Erfahrungen erleben, für die ich Spitzensport betrieben habe." Trotzdem sei Zeit für Neues. "Denn die mentalen Batterien neigen sich dem Ende zu", sagte Österreichs vierfacher Sportler des Jahres in der Mannschaftswertung.

Denifl am Ende Neunter
Wilhelm Denifl, der Vortags-Vierte, landete in Lahti nach dem dritten Platz im Springen auf dem neunten Gesamtrang und war damit zweitbester Österreicher. Mario Stecher hatte wegen neuerlicher Kniebeschwerden, die nach der Landung im Probedurchgang aufgetreten waren, auf ein Antreten verzichtet. Ein Erfolgserlebnis gab es nicht zuletzt dank "Teamplayer" Gottwald für die ÖSV-Mannschaft der Trainer Baard Jörgen Elden und Günther Chromecek: Sie holte wie im Vorjahr den Nationencup. "Die Nationenwertung war ein erklärtes Ziel. Der Sieg spiegelt wider, dass die ganze Mannschaft sehr gut gearbeitet hat. Wir hatten nur zwei Weltcups ohne Podestplatz. Darauf bin ich sehr stolz", erklärte der Norweger Elden.

Gottwald, der Weltcupsieger von 2000/01, hatte nach seiner Rückkehr bei den Winterspielen 2010 in Vancouver mit dem Team seine dritte Goldmedaille erobert und mit einer weiteren Silbermedaille und dreimal Bronze sogar die Legende Toni Sailer übertroffen. Bei seinem letzten Großereignis, der WM in Oslo, holte er noch dreimal Edelmetall, der erste Einzel-WM-Triumph eines Österreichers blieb aber auch ihm versagt.

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