12.03.2011 09:47 |

Formel-1-Testfahrten

Schumacher fährt Topzeit, Vettel nur Achter in Montmelo

Mercedes hat am Freitag bei den Formel-1-Testfahrten in Montmelo bei Barcelona ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. Rekordweltmeister Michael Schumacher sorgte in seinem runderneuerten Silberpfeil mit 1:21,268 Minuten nicht nur für die Tagesbestzeit, sondern auch für die schnellste Marke überhaupt der Übungsfahrten auf dem Circuit de Catalunya in diesem Jahr.

Mit 0,346 Sekunden Rückstand folgte Vizeweltmeister Fernando Alonso im Ferrari unmittelbar vor Schumachers deutschem Landsmann und Teamkollegen Nico Rosberg (0,520) auf Platz zwei. Weltmeister Sebastian Vettel kam im Red Bull dagegen an seinem letzten Testtag vor dem Saisonauftakt in Melbourne am 27. März nicht über Platz acht hinaus und hatte 1,665 Sekunden Rückstand auf Schumacher. Zudem rollte der Deutsche drei Minuten vor Ende der Testsession in der Boxengasse aus. Die Ursache, warum der RB7 liegengeblieben war, wurde vorerst nicht bekanntgegeben.

Das Mercedes-Paket mit den Neuerungen für Australien erwies sich als der von der "Sternenflotte" erhoffte Volltreffer. "Das Auto hat sich so verhalten, wie wir es erwartet hatten und es war ein produktiver Tag", betonte Schumacher. "So eine Zeit muss man erstmal fahren. Wir waren überrascht - ich glaube, alle waren überrascht", meinte Vettel zur überlegenen Bestzeit des 42-Jährigen. Mercedes habe noch mal "einen Zahn zugelegt und klettert in der Favoritenliste nach oben", so der Red-Bull-Star.

Mercedes vorsichtig optimistisch
"Wir wollen diese Rundenzeit nicht überbewerten, aber unser Team, Michael und Nico haben seit dem letzten Test in Barcelona vor drei Wochen sehr gut gearbeitet und einen großen Schritt nach vorne gemacht", stieg Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug verbal auf die Euphoriebremse. Schumacher sei jene Zeit gefahren, "die unsere Berechnungen nach den letzten Windkanalversuchen ergeben hatte - und das ist immer ein gutes Zeichen", erklärte Haug.

Schumacher blieb am Freitag nicht nur einmal unter der bisherigen Barcelona-Testbestzeit in diesem Jahr, die am Vortag der mexikanische F1-Neuling Sergio Perez im Sauber überraschend aufgestellt hatte. Vettel hatte für seine schnellste Runde auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs 1:21,865 Minuten benötigt, also mehr als eine halbe Sekunde mehr als der siebenmalige Champion.

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