Gjaidalm

Gericht setzt Plänen für Schlepplift ein Ende

Aus dem 300 Meter langen Schlepplift zwischen Gjaidalm und Krippensteinabfahrt wird nun doch nichts. Das Landesverwaltungsgericht versagte nach einer Beschwerde des Umweltanwalts nun die Bewilligung. Dabei hatte die Bezirkshauptmannschaft das Projekt trotz negativer Stellungnahmen noch bewilligt.

Um die in einer Senke gelegene Gjaidalm für Skifahrer besser erreichbar zu machen, planten die Dachstein Tourismus AG, die Planai-Bahnen GmbH und private Investoren die Errichtung eines 300 Meter langen Schlepplifts. Weil aber die dazu nötige Einebnung des Geländes vor allem ökologisch wertvolle Latschen- und Rhododendron-Bestände sowie alpine Magerrasen betroffen hätte, beurteilte der Amtssachverständige für Natur- und Landschaftsschutz das Vorhaben in Obertraun negativ. Die Bezirkshauptmannschaft bewilligte es aber unter Auflagen dennoch. Sie vertrat die Ansicht, dass private und öffentliche Interessen an der Realisierung überwiegen würden. Das Landesverwaltungsgericht sieht es aber genau umgekehrt und gab nun der Beschwerde des Umweltanwalts recht.

„Naturschutz hat sich durchgesetzt“
Das Urteil nahm auch Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz freudig zur Kenntnis: „Der Schutz unserer Natur hat sich durchgesetzt. Das Verwaltungsgericht hat erkannt, dass der Lift die Natur irreversibel schädigen würde!“ Sie hofft, dass dieses Urteil wegweisend für andere Projekte – wie etwa die umstrittene Skischaukel im Stodertal – ist.

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Sonntag, 19. September 2021
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