23.08.2021 23:59 |

Makellos im Unterhaus

Das Glück ist bei Dorfgastein wieder zurück

Das „Gallische“ Dorfgastein schwebt nach perfektem Saisonstart in der 2. Klasse Süd auf Wolke sieben. Die Pongauer halten nach dem Sieg in Wagrain beim Punktemaximum, haben noch kein einziges Gegentor kassiert. Dabei fehlte einer der Routiniers - Johann Strobl weilt als Servicemann mit Ski-Ass Mikaela Shiffrin auf Trainingslager - berufsbedingt.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, tönt es dieser Tage aus dem Gasteinertal. 2.-Süd-Klub Dorfgastein triumphierte auch in Wagrain zu null, trägt nach dem 2:0-Sieg eine blütenweiße Weste. Vier Partien, zwölf Punkte und eine sagenhafte Tordifferenz von 17:0 - die “Misserfolgsverwöhnten“ surfen auf der Erfolgswelle! Fand man sich in den vergangenen Jahren oft im Tabellenkeller wieder, lacht die Johann-Freiberger-Truppe nun von der Spitze. “In den Trainings hat sich der Zusammenhalt richtig gesteigert, mit dem neuen Duo hat sich das Gefüge zusätzlich extrem zusammengeschweißt", betrieb Sektionsleiter Schernthaner Ursachenforschung, wieso es denn so plötzlich läuft.

Die Rede ist von Johann Stuhler und Rückkehrer Johann Strobl. Das nimmermüde Duo versteht sich blind, verbreitete gemeinsam für Bad Hofgastein vor neun Jahren schon Angst und Schrecken in 2. Landesliga-Gefilden. Während Ersterer neben seinem Beruf als Polizist begeisterter Skitourengeher ist, schliff Letztgenannter Marcel Hirscher und nunmehr Mikaela Shiffrin als Servicemann zu Ski-alpin-Helden.

Tatsächlich fehlte Strobl gegen Wagrain: Er weilt mit der sechsfachen Weltmeisterin im schweizerischen Saas-Fee, um an deren Frühform zu feilen. “Ein Laster, das wir uns einfach aufbinden müssen“, sah Schernthaner dessen Absenz, vor allem in den Wintermonaten, recht gelassen. Nach Phasen des überschaubaren Erfolgs sei auf dem Grün mittlerweile “das Lebensglück“ zurückgekehrt, führte der Sektionsleiter weiter fort. Eine klare tabellarische Saisonvorgabe gäbe es nicht. “Sie sollen nun einfach einmal die Früchte der Arbeit der letzten Jahre ernten.“

Fast 4000 Tage Wartezeit
Titelanwärter Mühlbach bat Dienten erstmals seit elf Jahren zum Derby-Tanz, dabei kamen die Fans voll auf ihre Kosten. In einem fairen Duell parierte Schlussmann Rainer einen Seiringer-Penalty und hielt damit das zwischenzeitliche 2:1 fest. In der Folge schickten sich seine Farben an, mit 4:2 zu gewinnen und damit weiterhin makellos zu bleiben. “Der Sieg ging absolut in Ordnung„, bilanzierte Sektionsleiter Patrick Schweiger.

Damit läuft am Fuße des Hochkönigs alles nach Plan, die Mission “Aufstieg„ steht klar im Fokus des Derbysiegers. Angesprochen auf das “gallische Dorf„ Dorfgastein war Schweiger voll des Lobes: “Sie sind einer der Favoriten auf den Titel!" Versöhnlich verabschiedete sich indes Zell am See vom Kreis der Tadellosen, eine Aufholjagd zum 2:2 bei Wald besorgte zumindest einen Zähler.

Matthew Golderer

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