03.08.2021 09:58 |

Gegen Verbauungen

Villach: Schutz gegen Hochwasser stößt auf Kritik

Die Bilder der Flutkatastrophe in Deutschland und Salzburg sind noch vielen präsent - in Villach herrscht unterdessen Aufregung über geplante Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser. Viele befürchten, dass sich diese negativ auf das Naturschutzgebiet auswirken könnten. Ein Infoabend soll Aufklärung bringen.

Eine Gefahrenanalyse des Landes hat ergeben, dass Hungerbach sowie der Warme Bach in Warmbad eine potenzielle Gefahr darstellen könnten. Anfang Februar gab es ja Hochwassereinsätze der Feuerwehr in Warmbad. Daher wurden Schutzmaßnahmen geplant. Die Bürgerinitiative „Rettet das Naturjuwel Warmbad“ spricht sich gegen die massiven Verbauungen in dem Naturschutzgebiet aus.

Alternativen sollen gefunden werden
Geplant seien Erdwälle, Baumschlägerungen, ein Rückhaltebecken sowie Änderungen am Verlauf des Maibachls. Die Initiative befürchtet, dass ein irreversibler Schaden angerichtet werden könnte. Deshalb sollen Alternativen zu dem einschneidenden Projekt gefunden werden. Die Behörden stehen bei dem Projekt vor der Herausforderung, den Spagat zwischen Naturschutz und dem Schutz von bewohntem Gebiet zu schaffen. Bei einem Informationsabend (Mittwoch, 17 Uhr, Bambergsaal) werden Fakten zum Projekt präsentiert.

Kombination aus Natur- und Hochwasserschutz
Die Sorge der Bewohner soll dabei gemindert werden. „Bei dem geplanten Projekt handelt es sich um eine ausgezeichnete Kombination aus Natur- und Hochwasserschutz. Die gewählte Variante ist zudem minimal-invasiv, das heißt, es wird so wenig wie möglich in diesen Lebensraum eingegriffen“, versichert Stadtrat Harald Sobe.

Katrin Fister
Katrin Fister
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