Angefangen haben sie mit Blumentrögen und Spielgeräten. Jetzt stellen die "Almholz"-Bauern sogar Häuser hin! Und überzeugen mit spektakulärer Lift-Überdachung, Wikingerschiff und dem "Steirerbankerl".
1998 war es, als alles begann - aus zwei Überlegungen cleverer Bauern heraus: Wie können wir die Wertschöpfung steigern, indem wir Holz nicht nur verkaufen, sondern veredeln? Und: Wie können wir das Einkommen, das für Landwirte mit Wald immer geringer wird, erhöhen? Aus diesen Überlegungen heraus schlossen sich damals 20 Bauern aus der Oststeiermark, genauer aus dem wunderschönen Teichalm-Bereich, zur "Almholz"-Initiative zusammen. Und traten damit eine Erfolgslawine los, die sie bis heute noch nicht richtig fassen können.
"Durchgestartet wurde als Verein eben mit 20 Landwirten, mittlerweile sind in unserer Firma 36 Bauern, aber auch Schlosser, Elektriker und Zimmerleute vertreten", weiß "Almholz"-Geschäftsführer Wolfgang Wild (im Bild auf der "Steirerbank"). Und: Begonnen hat man mit - wenngleich auch prächtigen, einzigartigen aber im Vergleich mit heute noch simplen - Blumentrögen. Diesen folgten Spielgeräte, welche "Almholz" endgültig zum echten Insidertipp avancieren ließen.
Und mittlerweile zeichnet man für den hoch gelobten Wipfelweg in der Rachau genauso verantwortlich wie für die Überdachung eines 80 Meter langen Förderbandes in einem Tiroler Skigebiet, die es in einer solchen Form noch nie gab! Auch ein Wikingerschiff bei einer Gaststätte trotzt dem Ansturm begeisterter Kinder dank massiver oststeirischer Planken.
"Sind keine Fans von maschinellem Fortschritt"
Worin das Erfolgsgeheimnis liegt? "Wir sind keine Fans von maschinellem Fortschritt", sagt Wolfgang Wild ganz klar. "Bei uns ist die Kreissäge noch die Kreissäge, da werden die Sachen noch mit der Hand gemacht. Und wir setzen nebst Produkten aus der Region immer noch auf gute, persönliche Betreuung."
Kein Wunder, dass ihnen die neueste Kreation, schmucke Häuser - zehn wurden bisher fixfertig gezaubert und hingestellt, es gibt aber auch nur Teil- oder Konzipierungsvarianten - fast aus der Hand gerissen werden. Und die "Steirerbank", genutzt auch als touristisches Kleinod, ist ebenfalls "Almholz". Infos auf der "Almholz"-Website.
von Christa Blümel, "Steirerkrone"









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