Projekt in Bayern

Hochwasserschutz lässt Alarmglocken schrillen

Auch das noch! Als würden die starken Unwetter entlang der Donau nicht genug Sorgen bereiten, droht jetzt auch aus dem angrenzenden Bayern Unheil. Für ein seit vielen Jahren umstrittenes Hochwasserschutz-Projekt von Straubing nach Vilshofen unweit der Staatsgrenze wurde die finale Bauphase eingeläutet, viele Fragezeichen bleiben.

Auf rund 70 Kilometern wird in Bayern die Donau einerseits für die Schifffahrt ausgebaut, parallel dazu wird auch ein umstrittenes Hochwasserschutz-Projekt verfolgt. Der Strom wird dabei sanft ausgebaut. Die Retentionsräume, also jene Flächen, die bei Hochwasser eines Flusses überflutet werden und so ein zu starkes Ansteigen des Wassers verhindern, werden nicht mehr benutzt. Das lässt in Oberösterreich die Alarmglocken schrillen. Laut Experten wird sich die Wahrscheinlichkeit schadbringender Hochwasserereignisse ab dem Zusammenfluss von Inn und Donau deutlich erhöhen und in der Folge besonders das Eferdinger Becken betreffen. Politische Interventionen beim Nachbarn sind nur schwer möglich, da bei der Umweltverträglichkeitsprüfung weder Österreich noch Oberösterreich eine direkte Parteistellung haben.

Änderung der Trassenführung
Deshalb versuchen LH Thomas Stelzer (VP), Wasserlandesrat Wolfgang Klinger (FP) und Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) über andere Wege das Ruder herumzureißen. In einem ersten Schritt will das Land mit dem Bund im Rahmen der Deutsch-Österreichischen Grenzgewässerkommission auf Bayern zugehen. Hauptziel ist eine Änderung der Trassenführung des Flusses und eine Kompensation für die „ausgeschalteten“ Retentionsräume.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 24. September 2021
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