02.08.2021 06:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Nach zwei Jahren: Junger Fernseher gab Geist auf

Klimaschutz wird derzeit großgeschrieben. Elektrische Geräte, die nach kürzester Zeit kaputt gehen und nicht mehr repariert werden können, sind damit nicht vereinbar. Ein Wiener sah deshalb auch nicht ein, warum er seinen erst zwei Jahre alten Fernseher nur noch hätte wegwerfen können, weil er nicht mehr funktionierte.

Genau zwei Jahre und zwei Monate nach dem Kauf erschien am Fernseher von Hamdi C. ein schwarzer Balken und das Bild blieb schließlich ganz weg. Danach begann eine wahre Odyssee. Denn der Wiener wollte unbedingt, dass das mehr als 500 Euro teure Gerät repariert wird. Er wurde von Stelle zu Stelle verwiesen, bezahlte mehrmals Gebühren für einen Kostenvoranschlag und erhielt schließlich die Auskunft, dass das für eine Reparatur benötigte Ersatzteil vom Hersteller nicht mehr produziert wird.

„Ich finde diesen Umgang mit dem Kunden und der Umwelt eine Frechheit! Ich will dieses Gerät nicht einfach wegschmeißen. Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich bitte Sie um Unterstützung in meinem Fall und Aufdeckung dieser Wegwerfpolitik“, wandte sich der Wiener schließlich hilfesuchend an die „Krone“.

Kulante Lösung und Aufbereitung des defekten Geräts
Die Ombudsfrau hat Hersteller LG umgehend gebeten, diesen Fall zu prüfen. Man teilte mit, dass es bei diesem Modell derzeit tatsächlich einen Engpass bei der Lieferung des defekten Displaymoduls gebe. Man sei jedoch bereit, Herrn C. das Nachfolgemodell als kundenfreundliche Lösung kostenlos zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wird aber auch etwas für die Umwelt getan: Der kaputte Fernseher wirdzurückgenommen und für eine Wiederverwendung vom Hersteller aufbereitet.

 Ombudsfrau
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