Polizei sucht Opfer

46-Jähriger soll zwei Buben in Wien vergewaltigt haben

Wien
21.02.2011 12:40
Einem 46-jährigen Mann, der im November wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie in seiner Wohnung in Wiener Neustadt verhaftet worden war, sind zwei Vergewaltigungen von 14 Jahre alten Buben in Wien nachgewiesen worden, wie die Wiener Polizei am Montag mitteilte. Die Ermittler des Landeskriminalamts befürchten, dass der Österreicher für weitere Sexualdelikte infrage kommt, und suchen nun nach Opfern. Dazu hat die Exekutive Bilder des Verdächtigen veröffentlicht.

"Da der Verdächtige nun gefasst ist, ist es vielleicht eher so, dass sich mögliche Opfer trauen, sich zu melden", erklärte Polizeisprecher Mario Hejl im Gespräch mit wien.krone.at. In solchen Fällen sei es sehr wahrscheinlich, dass es weitere Opfer gebe, nicht zuletzt da die beiden Fälle schon geraume Zeit zurückliegen. "Zudem haben wir auch einschlägiges Material sichergestellt", ergänzte Hejl.

Vertrauen erschlichen
Der 46-Jährige hat nach Angaben der Polizei über Internetforen Kontakt zu Burschen gesucht und ihr Vertrauen erschlichen, indem er Verständnis für die Probleme Pubertierender äußerte. Durch die Auswertung des E-Mail-Verkehrs des Technikers kamen die Ermittler auf die beiden Fälle von Vergewaltigung im August und September des Jahres 2008. Tatorte waren laut Polizei das Auto des Verdächtigen und die Wohnung eines Opfers. Der Verdächtige hat laut Exekutive angegeben, dass er dachte, die Opfer seien älter gewesen.

Verdächtiger versuchte, Computer zu vernichten
Auf dem Computer des Mannes seien bisher rund hundert Kinderpornobilder und -videos sichergestellt worden, sagte der Polizeisprecher. Ob der 46-Jährige sie ausschließlich via Internet bezogen oder auch selbst welche hergestellt hat, sei noch nicht sicher. Jedenfalls habe der Verdächtige bei seiner Festnahme versucht, den Computer zu vernichten, was ihm eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt einbrachte.

Die Polizei hat Bilder des Verdächtigen veröffentlicht und sucht nun nach weiteren Opfern. Diese werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/31310-33322 zu melden. Angaben würden vertraulich behandelt, versicherte die Polizei.

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