"Monarchie-ident"

Neues Restaurant im "Schützenhaus" eröffnet im Mai

Wien
17.02.2011 11:13
Die Gastro-Konkurrenz am Donaukanal bekommt einen weiteren Mitbewerber: Im Mai eröffnet im "Schützenhaus" ein neues Restaurant. Derzeit wird der leer stehende und denkmalgeschützte Otto-Wagner-Bau auf Höhe Schottenring renoviert bzw. räumlich möglichst dem Originalzustand entsprechend rückgebaut. Am Montag wird symbolische Dachgleiche gefeiert. Ab dem Wonnemonat sollen Gäste dann "Monarchie-idente" Speisen mit Schwerpunkt Süßwasserfisch serviert bekommen, kündigte der künftige Betreiber Christian Pock an.

Das 1908 fertiggestellte Schützenhaus diente ursprünglich der Staustufe Kaiserbad als Wehrkran samt Führerstand, bevor die Schleuse 1945 zerstört wurde. Verkleidet ist der Bau mit Granit, Marmor sowie blauen Fliesen mit Wellenornamenten. 1977 erfolgte eine erste Restaurierung, wobei die Anlage mit 200 Quadratmetern Grundfläche vom Amt für Eich- und Vermessungswesen für Seminare genutzt wurde. Seit Jahren steht der Bau jedoch leer.

Haus wird in drei Ebenen geteilt
Nun soll das neue, rund 230 Sitzplätze umfassende Lokal dem architektonischen Kleinod wieder Leben einhauchen. Alle drei Ebenen bespielt Pock, der bereits im Augarten das "Ambrosi" führt. Direkt am Kanal wird sich der A-la-carte-Bereich inklusive Gastgarten befinden. Die Etage darüber soll für Veranstaltungen, Hochzeiten oder Seminare genutzt werden. Ganz oben will Pock eine Weinbar einrichten. Der Name des Restaurants liegt nahe: "Wiener Schützenhaus".

Sowohl kulinarisch als auch beim Interieur will man Otto Wagner bzw. seiner Zeit Tribut zollen. So soll weitgehend nach Originalrezepten der Jahrhundertwende gekocht werden, sprich: "Alte Wiener Schmankerlküche mit modernem Touch." Saisonal plant Pock auch, Schwerpunkte auf Speisen anderer ehemaliger Monarchieländer zu legen. Bei der Gestaltung der Bar und Möblierung sollen u.a. die Wellenornamente der Fassade zitiert bzw. Stoffmuster der Wiener Werkstätten verwendet werden. Außerdem will der Gastronom Reproduktionen von Plänen und Skizzen des bekannten Jugendstilarchitekten an die Wände hängen.

Burghauptmannschaft verwaltet das Gebäude
Das historische Gebäude neben dem Tel-Aviv-Beach bzw. gegenüber vom Flex ist in Bundesbesitz und wird von der Burghauptmannschaft verwaltet. Pock hat laut eigenen Angaben einen unbefristeten Mietvertrag abgeschlossen. Die Sanierung erfolge unter "strenger Bewachung des Denkmalamtes". In den 1970er-Jahren eingezogene Zwischenwände wurden bereits entfernt, bis zur Dachgleiche am Montag sollte auch die Heizung funktionieren. Im Frühjahr wird schließlich die Reinigung der teils besprayten Fassade in Angriff genommen. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrage rund 1,3 Millionen Euro, so Pock.

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