"Der Samstag ist längst kein Tabu-Tag mehr für uns", versicherte Kraft-Kinz. Auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit der Bankmitarbeiter sei ein Gebot der Stunde. Die Ende Jänner eröffnete Filiale in der Breitenfurter Straße (Einkaufszentrum Riverside) hat ab 5. März jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr offen, sowohl die Kassen für Zahlungsverkehr als auch die Beratungsschalter. "Wir wissen heute, wenn wir aufsperren, müssen wir auch den Zahlungsverkehr mitbringen", so Kraft-Kinz.
Pilotversuch läuft vorerst vier Monate
Vorerst läuft der Pilotversuch vier Monate, also bis Anfang Juli. Im Sommer wird dann evaluiert. Stimmt die Akzeptanz - es muss schon mehr Geschäft geben als an Wochentagen um diese Zeit -, "werden wir uns für jeden einzelnen unserer Standorte anschauen, ob es passt", so der Raiffeisen-Banker. Kundenumfragen sind geplant.
Wie viele der Wiener Filialen infrage kommen, kann Kraft-Kinz noch nicht beziffern. "Wir sind sehr gespannt, wie das läuft." Ein erprobtes Modell würde auch den Raiffeisenbanken in Niederösterreich angeboten. Unterschiedliche Öffnungszeiten von Kreditinstituten sind für Kraft-Kinz ein Wettbewerbsargument. "Es hat zehn Jahre gedauert, dass der Kunde mitbekam, dass wir unter der Woche mittags durchgehend offen haben."
Überstundenzulage lockt Mitarbeiter
Die Mitarbeiter sollen die Samstagsüberstunden bezahlt bekommen. Es haben sich nach Bankangaben viele Freiwillige gemeldet. Zunächst arbeiten jeweils vier Leute aus der zwölfköpfigen Filialbelegschaft an den Samstagen. Bei Bedarf werde die Bank an den Samstagen auch mit Interessenten aus anderen Filialen besetzt.









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