Polizei ermittelt

Mutter soll dreijährigen Sohn misshandelt haben

Österreich
11.02.2011 16:50
Eine 21-jährige Mutter aus dem Vorarlberger Bezirk Bregenz soll ihren drei Monate alten Sohn geschüttelt und am Kopf schwer verletzt haben. Das Kleinkind wurde nach der Untersuchung stationär im Spital aufgenommen. Die Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt, gegen den Vater gebe es laut Polizei keine Verdachtsmomente. Der Bub und seine Schwester befinden sich derzeit in der Obsorge der Behörden.

Das Baby wurde am Abend des 5. Februar nach einem Notruf der Eltern mit der Rettung ins Spital eingeliefert. Die Frau gab zunächst an, sie sei mit dem Kind im Arm gestürzt, so Mario Breuss von der Sicherheitsdirektion. Die Spitalmitarbeiter zeigten den Vorfall wegen des Verletzungsmusters bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch und beim Landeskriminalamt für Vorarlberg an, diese nahmen umgehend Ermittlungen auf.

Kind prallte mit Kopf gegen Türstock
Nachdem ein Gerichtsmediziner die Verletzungen des Kleinkinds untersucht hatte und zum Schluss kam, dass diese nicht mit der Version der Mutter übereinstimmen konnten, gab die Frau zu, ihren Sohn geschüttelt zu haben. Ein möglicher Erklärungsansatz könnte sein, dass die Mutter überfordert war, so Breuss. Der Kleine habe längere Zeit geschrien, sie habe versucht, ihn dadurch zu beruhigen. Dabei sei der Kopf des Buben gegen einen Türstock in der Wohnung gestoßen. Dabei zog sich das Kind Kopfverletzungen zu.

Kinder in Obsorge der Behörden
Die Jugendwohlfahrt wurde am 7. Februar hinzugezogen. Man sei informiert worden, dass ein verletztes Kleinkind ins Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert und auf die Kinderstation des LKH Feldkirch überstellt wurde. Es sei umgehend veranlasst worden, dass auch die zweieinhalbjährige Tochter der Familie zur medizinischen Abklärung ins Spital gebracht wird. Dabei seien jedoch keine Verletzungen festgestellt worden, die auf Misshandlungen hindeuteten, hieß es.

Das Mädchen werde nun an einem Krisenplatz betreut. Der verletzte Bub bleibe noch über das Wochenende zur Beobachtung auf der Kinderstation und werde dann ebenfalls in die Obsorge der Behörden übergeben. Die Einvernahmen der Eltern seien bereits abgeschlossen, sagte Breuss.

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