Polizei ermittelt

Mutter soll Baby durch Schütteln misshandelt haben

Vorarlberg
12.02.2011 11:13
Eine 21-jährige Mutter aus dem Bezirk Bregenz soll ihren dreimonatigen Sohn geschüttelt und am Kopf schwer verletzt haben. Das Baby wurde nach der Untersuchung stationär im Spital aufgenommen. Die Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt, gegen den Vater gebe es keine Verdachtsmomente. Der Bub und seine Schwester befinden sich derzeit in der Obsorge der Behörden.

Das Baby wurde am Abend des 5. Februar nach einem Notruf der Eltern mit der Rettung ins Spital eingeliefert. Die Frau gab zunächst an, sie sei mit dem Kind im Arm gestürzt, so Mario Breuss von der Sicherheitsdirektion. Die Spitalmitarbeiter zeigten den Vorfall wegen des Verletzungsmusters bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch und beim Landeskriminalamt für Vorarlberg an, diese nahmen umgehend Ermittlungen auf.

Baby prallte mit Kopf gegen Türstock
Nachdem ein Gerichtsmediziner die Verletzungen des Kleinkinds untersucht hatte und zu dem Schluss kam, dass diese nicht mit der Version der Mutter übereinstimmen konnten, gab die Frau zu, ihren Sohn geschüttelt zu haben. Ein möglicher Erklärungsansatz könnte sein, dass die Mutter überfordert war, so Breuss. Der Kleine habe längere Zeit geschrien, sie habe versucht, ihn dadurch zu beruhigen. Dabei sei der Kopf des Buben gegen einen Türstock in der Wohnung gestoßen. Die Einvernahmen der Eltern seien bereits abgeschlossen, sagte Breuss.

Kinder in Obsorge der Behörden
Die Jugendwohlfahrt wurde am 7. Februar hinzugezogen. Man sei informiert worden, dass ein verletztes Baby ins Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert und auf die Kinderstation des LKH Feldkirch überstellt wurde. Es sei umgehend veranlasst worden, dass auch die zweieinhalbjährige Tochter der Familie zur medizinischen Abklärung ins Spital gebracht wird. Dabei seien jedoch keine Verletzungen festgestellt worden, die auf Misshandlungen hindeuteten, hieß es.

Das Mädchen werde nun an einem Krisenplatz betreut. Der verletzte Bub bleibe noch über das Wochenende zur Beobachtung auf der Kinderstation und werde dann ebenfalls in die Obsorge der Behörden übergeben.

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