Alko-Fahrt mit Kindern

Schlechtes Gewissen kostet Lenker den Führerschein

Auf nicht alltägliche Weise wurden Beamte der Polizeiinspektion Wolfern am Wochenende zu einer Amtshandlung aufgefordert. Ein Familienvater, der mit seinem Sohn und dessen Freund bei einer Veranstaltung im Bezirk Amstetten gewesen war, erstattete wegen Trunkenheit am Steuer Selbstanzeige: Sein schlechtes Gewissen hatte den 38-Jährigen allzu stark gedrückt.

Da staunten die Beamten nicht schlecht, als der 38-Jährige aus Sierning Samstagnachmittag plötzlich am Polizeiposten Wolfern erschien und mit Nachdruck darauf drängte, Selbstanzeige erstatten zu wollen. Der Familienvater erklärte den verdutzten Uniformierten, dass er betrunken am Steuer seines Wagens gesessen und dafür nun zu bestrafen sei.

Durst bei Veranstaltung
Wie sich herausstellte, war der Mann mit seinem Sohn und einem Nachbarsbuben am Vormittag zu einer Motocross-Veranstaltung nach Behamberg (Bezirk Amstetten) gefahren, um sich ein Rennen zum OÖ-Motocrosscup anzusehen. Die hitzige Atmosphäre vor Ort dürfte den Gaumen des 38-Jähren allerdings rasch derart ausgedörrt haben, dass er seinen Dauerdurst mit einer größeren Zahl an kühlenden Getränken (leider alkoholischer Natur) zu löschen versuchte.

Mit 1,76 Promille am Steuer
Stark angeheitert trat er dann am Nachmittag mit seinem Wagen die Rückreise an und brachte die beiden Kinder erstaunlicherweise auch wohlbehalten und unfallfrei wieder nach Hause. Allerdings: sein verantwortungsloses Verhalten dürfte dem Familienvater sehr wohl bewusst geworden sein.

Schein abgenommen
Denn daheim packte ihn heftig das schlechte Gewissen und nagte so intensiv an ihm, dass er sich schließlich dazu entschloss, sein Tun bei der Polizei anzuzeigen. Der Alkotest ergab 1,76 Promille. Der 38-Jährige ist seinen Führerschein nun los.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Dienstag, 21. September 2021
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