Enormer Ansturm

Auer-Welsbach verschleudert sein Hab und Gut

Österreich
10.02.2011 14:56
Der "Flohmarkt" ist eröffnet: Nachdem der Kärntner Finanzjongleur Wolfgang Auer-Welsbach die nächsten acht Jahre hinter Gittern verbringen wird, startete am Donnerstag ein Totalabverkauf seiner Habseligkeiten. Der "Flohmarkt" erfreute sich bereits am ersten Tag großer Beliebtheit, rund um die Villa in Krumpendorf kam es sogar zu größeren Verkehrsproblemen. Im Radio wurde empfohlen, den Ort zu meiden und über die Autobahn auszuweichen.

Masseverwalter Gerhard Brandl staunte über das große Interesse: "Bereits in den frühen Morgenstunden sind die ersten Interessenten vor dem Tor gestanden. Wenn der Ansturm weiter so anhält, sind wir sicher früher fertig als geplant." Eigentlich sollte der Flohmarkt bis einschließlich 16. Februar geöffnet sein, doch bereits am Donnerstag stürzten sich die Massen auf Lampen, Betten und Krimskrams in der Auer-Welsbach-Villa.

Original Auer-Welsbach-Mistkübel erstanden
Vom Küchenblock über Garderobenständer bis hin zum Feuerlöscher wurde alles zu Geld gemacht. Büroeinrichtungen, Computer, Fernsehapparate, Messingstangen samt Vorhängen und Lampen fanden ebenso neue Besitzer wie Betten, Kästen, und Sessel. Auch vor Kleinigkeiten wurde nicht haltgemacht, sogar eine Auer-Welsbachsche Kabeltrommel ging "über den Ladentisch". Selbst für einen Mistkübel und einen Benzinkanister fanden sich Abnehmer.

Käufer mussten jede Menge Bares mitbringen
Zum Verkauf stehen rund 450 Objekte. Gezahlt werden kann nur in bar, Kredit- oder Bankomatkarten werden nicht akzeptiert. Um AvW-Artikel zu erstehen, müssen die Kunden schon eine Menge an Bargeld eingesteckt haben. So war zum Beispiel eine Schneefräse für 1.950 Euro zu haben, eine Infrarotkabine um 1.450 Euro.

Die Abwicklung des Abverkaufs wurde einem Verwertungsunternehmen übergeben. Der Erlös - Brandl rechnete mit rund 40.000 Euro - kommt in die Konkursmasse und wird den Gläubigern zugeführt.

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