An den Unis machten im selben Zeitraum 43 Prozent mehr und damit 16.875 Personen eine Ausbildung zum Lehrer für AHS oder BMHS, den Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen, zeigt eine Auswertung des Wissenschaftsministeriums.
Auch im Vergleich zum Vorjahr waren deutlich mehr Personen für ein Studium auf Lehramt inskribiert, an Pädagogischen Hochschulen (PH) wie Unis gab es ein Plus von 20 Prozent. Besonders stark ist die Zahl der Studienanfänger gestiegen: an den PH von 2.502 auf 4.689, was ein Plus von 87 Prozent zwischen 2007 und 2010 bedeutet. An den Unis stieg die Zahl von 1.757 auf 3.353 (plus 90 Prozent zwischen 2006 und 2009). Die Zahl der Absolventen hat sich zwischen 2007/08 und 2008/09 an den PH mehr als verdoppelt (auf 2.257). An den Unis ist sie allerdings nur um rund neun Prozent auf 1.009 gestiegen.
Mangel laut Ministerium nur punktuell
Insgesamt unterrichten im Regelschulwesen derzeit österreichweit rund 114.000 Lehrer, davon 66.200 an Volks-, Haupt- oder Sonderschulen und rund 42.000 an AHS und BMHS. Mangel an Lehrern gibt es laut Unterrichtsministerium trotz der bereits beginnenden Pensionierungswelle nur punktuell.
So fehlen für das kommende Jahr Pädagogen an Volksschulen in Wien und Niederösterreich, während es in Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark Wartelisten für diese Schulform gibt. Im Burgenland, Wien und Vorarlberg gibt es außerdem punktuell zu wenige Hauptschullehrer, während diese in Oberösterreich oder der Steiermark auf frei werdende Stellen warten.
Engpässe durch Überstunden vermeiden
An den AHS und BMHS rechnet man im Ministerium damit, dass 400 Stellen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Bewegung und Sport, Physik und Chemie im kommenden Jahr offen sein werden. Das entspricht einem Prozent aller Posten an Bundesschulen. Allerdings gibt es, wie im Pflichtschulbereich, umgekehrt auch hier in manchen Bundesländern Wartelisten, etwa in Tirol für Deutsch und Englisch und in der Steiermark zusätzlich auch noch für Sport.
Engpässe will das Ministerium kurzfristig durch Überstunden oder eine Erhöhung der Lehrpflicht schon im Dienst befindlicher Lehrer vermeiden, außerdem sollen Studenten am Ende ihrer Ausbildung und bereits pensionierte Lehrer eingesetzt bzw. ausgebildete Pädagogen aus anderen Berufen an die Schule gelockt werden (siehe Infobox).









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