Aufnahmen mit einer Spezialkamera halfen den Forschern, die Frage zu klären. Flöhe bewegen sich nicht im Dunkeln, hüpfen aber hoch, sobald Licht angeht. Die Zoologen fokussierten ihre Kamera daher im Halbdunkeln und hatten so die Flöhe genau im Visier, als sie zum Sprung ansetzten. So gelang es ihnen 51 Mal, die Bewegung genau einzufangen und deren Ablauf sowie Schnelligkeit anschließend hochzurechnen.
Flöhe stoßen sich mit den Zehen ab
Demnach starten die winzigen Insekten aus dem Stand mit einer Geschwindigkeit von 1,35 Metern pro Sekunde. Mit einem Gewicht von nur 0,7 Milligramm kommen die Sprungkünstler aus den Zehen heraus schließlich auf bis zu 1,9 Meter pro Sekunde, berichten die Briten Gregory Sutton und Malcolm Burrows von der University of Cambridge (Großbritannien) im "Journal of Experimental Biology".
Spannung wird im Brustbereich gespeichert
Dabei stoßen sich die Flöhe vor allem mit den Zehen, den auch Tarsen genannten vordersten Teilen ihrer Beine, ab. Der Rest des recht kompliziert aufgebauten Flohbeines dient dabei vor allem dazu, die im Brustbereich der kleinen Plagegeister gespeicherte Spannung freizusetzen.
Bereits 1967 hatte der Forscher Henry Bennet-Clark bemerkt, dass die winzigen Insekten die Energie zum Sprung speichern, bevor sie hochspringen. Unklar war, über welche Körperteile sie die aufgebaute Spannung freisetzen.
Fotos: University of Cambridge/Gregory P. Sutton











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