02.07.2021 09:00 |

Bilanz für 1. Halbjahr

Heuer bisher zehn Tote auf den Tiroler Straßen

Die vorläufigen Zahlen des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) für das erste Halbjahr 2021 zeigen, dass die Anzahl der Verkehrstoten in Tirol ein wenig zurückgegangen ist. Mit niedrigeren Tempolimits, sicheren Radwegen und dem Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel ließe sich laut VCÖ die Verkehrssicherheit steigern.

Zehn Menschen haben auf Tirols Straßen im ersten Halbjahr 2021 ihr Leben verloren. Dabei handelt es sich um vier Pkw- und zwei Klein-Lkw-Insassen, zwei Rad- und einen Mopedfahrer sowie einen Fußgänger. Mehr als 1500 weitere Menschen wurden im Straßenverkehr verletzt. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 ist die Zahl der Verkehrstoten um zwei zurückgegangen. Im Bundesländer-Vergleich liegen wir im Mittelfeld. Die meisten Verkehrstoten gab es in den vergangenen sechs Monaten mit 43 Opfern in Oberösterreich, die wenigsten mit zwei im Burgenland.

Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit
„Die einzig akzeptable Anzahl an Verkehrstoten ist null“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Diesem Ziel gelte es, so nahe wie möglich zu kommen. „Deshalb ist es wichtig, dass weitere Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit umgesetzt werden.“ Die Geschwindigkeitskontrollen der Exekutive seien ebenso wie die kürzlich beschlossenen höheren Strafen für Raser ein wichtiger Beitrag, heißt es vom VCÖ.

Auch niedrigere Tempolimits seien sehr wirksam, günstig und rasch umsetzbar, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. „Je höher das Tempo, desto länger der Reaktionsweg und der Bremsweg. Das Risiko eines Unfalls steigt. Und wenn es zum Unfall kommt, nimmt das Risiko schwerster Verletzungen mit der Geschwindigkeit zu“, sagt Christian Gratzer.

VCÖ fordert Geschwindigkeitsbegrenzungen
Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 km/h auf Freilandstraßen sowie Tempo 30 in Ortsgebieten würden die schwächsten Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger, schützen, so der VCÖ. Für die Sicherheit von Radfahrern seien Ausbau und Verbesserung der Rad-Infrastruktur wesentlich: Sichere und baulich getrennte Radwege außerhalb und ausreichend Platz für Radler innerhalb des Ortsgebietes. Auch mehr Öffentliche Verkehrsverbindungen erhöhen laut VCÖ präventiv die Sicherheit. Mit dem Auto sei das Unfallrisiko rund 50 Mal höher als mit dem Bus und rund 90 Mal höher als mit der Bahn.

Nicole Greiderer
Nicole Greiderer
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