28.06.2021 11:47 |

Explosionen an Bord

Strache entkommt Inferno auf Jacht in der Adria

Riesenglück für sieben Österreicher - unter ihnen Ex-Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache - bei einem brenzligen Bootsdrama nahe Biograd in Kroatien. Dank drei Steirern, die mit ihrem Boot in der Nähe waren, habe die gesamte Besatzung in Sicherheit gebracht werden können, „bevor das Boot gänzlich in Flammen aufging“, wie Strache die „Krone“ am Montagvormittag wissen ließ. Alle Beteiligten seien froh, dass sie „rechtzeitig, gesund und unverletzt diesen Schock überlebt haben“.

Eine ohrenbetäubende Detonation, Feuerzungen, eine himmelhohe Rauchsäule und ein Inferno an Bord. Sonntagvormittag endete der Bootsausflug für die sieben Österreicher - in ersten Berichten war von acht Personen an Bord die Rede - katastrophal. Aus noch ungeklärten Gründen war das etwa 15 Meter lange Schiff zwischen zwei Inseln in Brand geraten.

Passagiere konnten sich aus eigener Kraft retten
Zwar trafen Löschboote der kroatischen Küstenwache ein, doch zu spät, denn mittlerweile brannte die Jacht lichterloh. Obwohl die Hilfskräfte die Flammen aus allen Rohren bekämpften, gab es keine Rettung mehr für das Luxusboot.

Drama 15 Minuten vom Heimat-Hafen entfernt
Strache selbst meldete sich am Montagmorgen und erklärte, er sei für drei Tage mit seinen großen Kindern in Kroatien und mit zwei befreundeten Familien auf einem Boot eingeladen gewesen. „Wir erlebten bei der Heimfahrt am Sonntag in der Früh um ca. 9.45 Uhr ein Schiffsdrama, wo 15 Minuten vor dem Heimat-Hafen in Biograd Rauch aus dem Maschinenraum des Bootes aufgestiegen ist“, so der Ex-FPÖ-Chef. Demnach hätten der Kapitän und die Männer an Bord „sofort versucht, mit Feuerlöschern den Rauchherd einzudämmen“, so Strache über die dramatischen Ereignisse.

Rettung dank Steirern und eines Slowenen
Die Kinder seien infolge aufgeweckt und die Feuerwehr gerufen worden - die aber erst nach einer Stunde und 45 Minuten zum Boot gekommen sei, „als dieses nicht mehr zu retten war“. Das Notdürftigste wurde eingepackt und alle konnten sich „zum Glück“ dank eines mit dem Boot vorbeifahrenden Steirer-Trios aus Kapfenberg in Sicherheit bringen. Ein Slowene habe ebenfalls bei der Rettungsaktion geholfen.

Kurz darauf sei das Boot in Flammen aufgegangen und auch Explosionen seien die Folge gewesen, wie Strache bestätigte. Das Boot sei „erst nach Verlassen und Rettung der Crew brennend in Richtung Küste getrieben worden und nicht auf Grund gelaufen“, wie in ersten örtlichen Berichten spekuliert worden war.

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Niemand an Bord hat getrunken.

Heinz-Christian Strache

Von Gerüchten, etwa von Alkohol an Bord, Betrunkenen und Unachtsamkeit des Kapitäns, will Strache indessen nichts wissen. „Niemand an Bord“ habe getrunken, betonte der Ex-Vizekanzler. Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung, und die Untersuchungen werden die tatsächlichen Hintergründe des Unglücks ans Tageslicht bringen. „Krone“-Informationen zufolge soll allen Österreichern vorerst die Ausreise verweigert worden sein, bis die Brandursache geklärt ist.

Kronen Zeitung/krone.at

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