Mütter verzweifelt

"Andere Sozialfälle" füllen Plätze in Wiens Kindergärten

Wien
06.02.2011 16:14
In Wien heftet man sich gern an die Fahnen, dass die Vereinbarkeit von Job und Familie besonders leicht für Mütter zu managen sei, weil für die Kinderbetreuung ausreichend gesorgt werde. So manche berufstätige Frau, die sich darauf verlässt, einen Platz für ihren Sprössling nach Ende der Karenz zu bekommen, irrt sich jedoch.

Besonders in den Krippen herrscht akuter Platzmangel. "Ich habe meinen Sohn bei der MA10 ab Februar in Mariahilf angemeldet, erhielt aber eine Absage. Da ich im April wieder arbeiten gehe, ist mir eine Eingewöhnungsphase wichtig. Auch die privaten Betreiber lehnten mich ab", erklärte eine verzweifelte Mutter. Schließlich verspreche die Stadt jedem einen Platz, wenn Mütter berufstätig sind.

Es hilft niemanden, "wenn Situation schöngeredet wird"
Auch der kleine Sascha aus Simmering darf nicht in die Krippe, weil es "andere Sozialfälle" gebe, genauso wie Noah, dessen Mama Alleinerzieherin ist. Sie erhielt ebenfalls die Antwort: Es gibt andere Sozialfälle, die den Platz nötiger haben. "Es hilft niemanden, wenn die Situation ständig schöngeredet wird - jetzt wäre es angesagt, das Problem endlich offen anzugehen", forderte VP-Bildungssprecher Wolfgang Aigner.

von Martina Münzer, Kronen Zeitung
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