Wirt in Wels getötet

Messerstecher erhängt sich in Gefängniszelle

Österreich
05.02.2011 19:28
Selbstmord in der Untersuchungshaft: In der Nacht zum Samstag ist der mutmaßliche Mörder Peter H. stranguliert in seiner Zelle in der Welser Justizanstalt aufgefunden. Er soll vergangene Woche einen Gastwirt (38) erstochen und einen anderen Mann (38) schwerst verletzt haben.

"Ja, es stimmt. Der Mordverdächtige wurde in der Nacht zum Samstag stranguliert in seiner Zelle aufgefunden, seine Leiche wird obduziert", bestätigt der Welser Staatsanwalt Manfred Holzinger den Tod in der Untersuchungshaft in der Welser Justizanstalt.

Wirt erstochen, Gast aufgeschlitzt
Der ehemalige Türsteher war, wie berichtet, am Dienstag gegen 16.30 Uhr im Welser Stadtteil Noitzmühle im Lokal "Zum Pfandl" nach einem Streit mit einem Stammgast ausgerastet. Als sich der Gastwirt einmischte und den Streit schlichten wollte, bezahlte er dafür mit seinem Leben. Der Mann drängte den Wirt in die Küche, rammte ihm dort ein 40 Zentimeter langes Messer in den Bauch. Das Gastronom konnte sich noch ins Freie schleppen, wo er tot zusammenbrach.

Doch damit nicht genug - laut Ermittlern schlitzte Peter H. im Blutrausch seinem ursprünglichen Gegner im Gastraum den Brustkorb auf. Der Mann wurde danach notoperiert, er dürfte den Mordversuch als einziger der drei an der Bluttat Beteiligten überleben.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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