23.06.2021 10:00 |

Jahre nach Temposünde

2500 Euro Disziplinarstrafe für rasenden Polizist

Ausgerechnet ein Autobahn-Polizist, der Raser jagt, tappte Anfang 2019 selbst in die Tempo-Falle – doch Konsequenzen gab es lange keine. Nun aber setzte es für den Beamten im Rahmen eines Disziplinarverfahrens eine Geldstrafe: 2500 Euro. Nicht nur das: Der Beamte darf nun auch keine Verkehrssünder mehr abstrafen.

Die „Krone“ hatte im April über den Fall berichtet, der nicht nur in der Salzburger Raser- und Tuner-Szene gehörige Empörung ausgelöst hat. Es geht um einen Autobahn-Polizisten, der Ende Jänner 2019 auf der A1 bei Salzburg-Nord geblitzt worden ist: mit stolzen 179 km/h bei erlaubtem Tempo 100. Trotz exorbitanter Tempo-Überschreitung passierte dem Beamten nichts: weder Strafe noch Führerscheinverlust. Er kontrollierte sogar weiter die Raser. Zudem hat er auch noch im Behörden-Verfahren bei der Bezirkshauptmannschaft nicht die Wahrheit gesagt: Er gab nämlich an, dass jemand anderer das Fahrzeug lenkte.

Was sich als falsch herausstellte, und zu einem Disziplinarverfahren führte. Nun ist dieses abgeschlossen, wie die „Krone“ erfahren konnte. 2500 Euro Geldstrafe setzte es. Samt einer Versetzung zur Flughafen-Polizei. Dies bestätigte auch die Landespolizeidirektion: „Ja, der Fall wurde dienstrechtlich abgehandelt. Der betroffene Beamte wurde versetzt und darf künftig keine verkehrsrechtlichen Tätigkeiten mehr verrichten“, erklärt Sprecher Hans Wolfgruber. Seinen Führerschein hat er aber noch.

Antonio Lovric

 Salzburg-Krone
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