Zwischenruf bei Rede

Petzner sieht sich von FP als pädophil verunglimpft

Österreich
05.02.2011 14:27
Die hitzige Nationalratssondersitzung vom Freitag sorgt auch am Samstag noch für Nachwehen. Der stellvertretende BZÖ-Klubchef Stefan Petzner sieht sich nach Durchsicht des stenografischen Protokolls von der FPÖ als Kinderschänder angegriffen. Nun verlangt er vom freiheitlichen Mandatar Harald Stefan eine Entschuldigung oder dessen Rücktritt.

Petzner hatte im Plenum betont, Präsenzdienst geleistet zu haben, indem er ein Jahr lang den Wehrersatzdienst in Form des Zivildienstes geleistet habe. Stefans Zwischenruf: "Hoffentlich hast du nichts mit Kindern zu tun gehabt!"

Laut Petzner heißt es im - auf der Parlamentswebsite allerdings noch nicht veröffentlichten - Protokoll wörtlich: "Ich habe meinen Präsenzdienst geleistet, Herr Strache (Zwischenrufe bei der FPÖ), indem ich ein Jahr lang den Wehrersatzdienst in Form des Zivildienstes geleistet habe! (Beifall beim BZÖ. - Abg. Strache: Zu viel Solarium-Sonne?) Im Unterschied zu Ihrem stellvertretenden Klubobmann, im Unterschied zu Ihrem Generalsekretär - der ist ein Wehrdienstverweigerer, ich nicht! Das muss ich mir gerade von Ihnen nicht sagen lassen. (Abg. Mag. Stefan: Hoffentlich hast du nichts mit Kindern zu tun gehabt! - Weitere Zwischenrufe FPÖ.)"

Petzner fordert Entschuldigung oder Rücktritt
Der BZÖ-Mandatar ist nun "zutiefst schockiert und betroffen, dass ein Abgeordneter der FPÖ im Hohen Haus versucht, mich in die Nähe von schweren Verbrechen gegenüber Kindern zu rücken und mir offensichtlich krankhafte und verabscheuungswürdige Neigungen unterstellt". Er verurteile jegliche Gewalt an Kindern und kämpfe mit dem BZÖ für die Kinder, deren Schutz und deren Rechte.

Er sei mit Stolz und Freude Zivildiener in einem Altenheim gewesen, "während Strache im Rahmen von Wehrsportübungen gemeinsam mit Neonazis maskiert und bewaffnet durch die Wälder in Österreich gerobbt ist". Die FPÖ bezichtigt Petzner, Zivildiener als "Menschen zweiter Klasse" zu betrachten. Von Stefan fordert er nun eine Entschuldigung oder dessen Rücktritt. Der FPÖ-Mandatar solle "klar und deutlich sagen, was konkret er mit diesem Zwischenruf gemeint hat und auf welcher inhaltlichen Basis bzw. welchem konkreten Sachverhalt er zu dieser Feststellung gekommen ist". Ein normaler Ordnungsruf im Zuge des parlamentarischen Procedere sei für ihn "eindeutig zu wenig und absolut nicht ausreichend",  so Petzner.

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