Angefangen hatte laut einem Bericht von 20 Minuten Online alles damit, dass Wilhelm einen Flickr-Account meldete, auf dem er gestohlene Bilder entdeckt hatte. Einige Tage später erhielt er die Aufforderung, einen neuen Flickr-Account anzulegen.
Dem 34-Jährigen dämmerte, dass etwas nicht stimmte. "Merkwürdig, weil ich schon ein Konto hatte – über die letzten fünf Jahre mit über 4.000 Bildern darin", schildert Wilhelm den Vorfall in seinem Blog. Er wandte sich daraufhin in einer E-Mail an den technischen Support, der seine Befürchtung bestätigte.
Wie sich herausstellte, hatte ein Mitarbeiter das Flickr-Konto des gemeldeten Foto-Diebes mit jenem von Wilhelm verwechselt. Anstatt das Konto jedoch – wie normalerweise üblich – lediglich zu deaktivieren, löschte er es – und damit auch alle Aufnahmen, die Wilhelm während der letzten Jahre gemacht hatte.
"Tut uns leid"
"Unglücklicherweise habe ich die Accounts verwechselt und versehentlich Ihren gelöscht", heißt es in einem Entschuldigungsschreiben des Flickr-Mitarbeiters, aus dem Wilhelm in seinem Blog zitiert. Der schwere Fehler tue ihm furchtbar leid, so der Mitarbeiter weiter. Als Entschädigung bot er Wilhelm an, dessen Konto zu reaktivieren – allerdings ohne Bilder, versteht sich - und stellte eine kostenlose Premium-Mitgliedschaft für vier Jahre in Aussicht.
Ein anfangs schwacher Trost für Wilhelm. "Ich habe ganz bewusst auf Flickr gesetzt, weil man dort im Unterschied zu Googles Picasa und Facebook alle Rechte an seinen Bildern behält", schilderte der Hobby-Fotograf gegenüber "20 Minuten Online". Er hätte sich etwas mehr erwartet als ein simples "Es tut mir leid".
Bilder wiederhergestellt
Der Protest und die mediale Aufmerksamkeit zeigten Wirkung. Am Donnerstag verkündete Wilhelm, dass das zu Yahoo gehörende Portal seinen Account weitgehend wiederherstellen konnte. Als Draufgabe für den kurzzeitig erlittenen Schock gibt es nun eine Gratis-Mitgliedschaft für die nächsten 25 Jahre.









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