Seit letztem Sommer

“Inkasso-Stalker” machten bereits 400.000 Euro Beute

Salzburg
02.02.2011 15:44
Die Polizei hat am Mittwoch neuerlich vor "Inkasso-Stalking" gewarnt, mit dem eine vermutlich türkische Tätergruppe seit geraumer Zeit Geld in Österreich macht. Unbekannte Betrüger rufen dabei Personen an, die in der Türkei und Italien Ferien gemacht haben, und verlangen unter dem Vorwand einer Zoll- oder Finanzprüfung Nachzahlungen für im Urlaubsland gekaufte Ware, vornehmlich Schmuck. Seit dem Bekanntwerden des Falls im vergangenen Sommer (siehe Infobox) wuchs die Schadenshöhe auf mindestens 400.000 Euro an.

Bei den Anrufen heiße es, dass die Käufe im Urlaubsland teilweise nicht ordnungsgemäß verzollt worden wären. Um weiteren Problemen vorzubeugen, wäre eine Nachzahlung im Bankweg notwendig. Das Geld würde nach Abschluss der jeweiligen Zoll- und Finanzprüfung retourniert - was freilich nicht passiert. Betroffene wurden auch mehrmals kontaktiert, in Einzelfällen bis zu 24.000 Euro gezahlt. 

Niederösterreichische Beamten leiten Ermittlungen
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen sind Opfer in Salzburg, Niederösterreich, Wien und in der Steiermark bekannt. Der Schaden ist auf mindestens 400.000 Euro angewachsen. Im vergangenen Sommer war noch von einem Viertel dieser Summe die Rede.

Die Erhebungen wegen des Verdachts des Betruges werden von der Polizeiinspektion Brunn am Gebirge im Einvernehmen mit dem Bundeskriminalamt, dem Landeskriminalamt Niederösterreich und dem Bezirkspolizeikommando Mödling geführt. 

Geschädigte mögen sich an die Polizeiinspektion Brunn am Gebirge, Kriminaldienst, unter der Telefonnummer 059133/3332 wenden.

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